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Der Superstar trifft und spricht Stolzer Ronaldo kämpft um große Rekorde

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Cristiano Ronaldo in seiner klassischen Pose.

(Foto: imago images/HMB-Media)

Nach seinem 99. Länderspieltor und seiner fünften EM-Qualifikation mit der portugiesischen Nationalmannschaft gibt sich der sonst so exzentrische Superstar Cristiano Ronaldo ungewohnt demütig - und hat seltenen Redebedarf.

Sein 100. Länderspieltor für Portugal blieb Cristiano Ronaldo noch einmal verwehrt, trotzdem hatte der Superstar ungewohnten Redebedarf. "Ihr wisst ja, dass ich gewöhnlich nicht viel mit der Presse spreche", hob der 34-Jährige an, dann hatte der Ausnahmestürmer eine Menge zu sagen. Normalerweise wäre der kapriziöse Exzentriker nach dem schmucklosen 2:0 (1:0)-Sieg in Luxemburg kommentarlos zur Tagesordnung übergegangen, diesmal war es anders.

"Es war unser Ziel, zur EM zu kommen. Das haben wir geschafft und ich bin glücklich, zum fünften Mal dabei zu sein", sagte der Torjäger, der gegen die Gastgeber zum 99. Mal für sein Heimatland traf. Ihm fehlen damit nur noch zehn Treffer zum Weltrekord des Iraners Ali Daei, der zwischen 1993 und 2006 in 149 Spielen 109 Tore erzielte.

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Bei der EM-Endrunde könnte diese Bestmarke fallen, Ronaldo gab sich zuversichtlich: "Alle Rekorde müssen gebrochen werden, und ich werde diesen Rekord brechen. Was ihm sicherlich leichter fallen würde, wenn er körperlich wieder vollständig belastbar wäre. "Ich bin nicht bei 100 Prozent. Aber es ist eine Frage des Stolzes, sich aufopfern zu können", erläuterte der Ausnahmestürmer. Das tat er auch zuletzt für seinen Arbeitgeber Juventus Turin - und wurde sogar ausgewechselt: "Das gefiel mir natürlich nicht, aber niemand mag das."

"Selecao" ist kein Titelfavorit

Je schneller Ronaldo sein laut Juve-Trainer Maurizio Sarri "kleines Knieproblem" überwinden kann, desto mehr steigen die Chancen der Iberer auf eine erfolgreiche Titelverteidigung. Zum elften Mal in Folge hat sich Portugal für ein großes internationales Turnier qualifiziert. "Darüber bin ich sehr froh, weil diese Qualifikation schwieriger war, als wir erwartet hatten", sagte Nationaltrainer Fernando Santos: "Jetzt haben wir unser Ticket. Wir müssen an unsere Spieler und ihre Stärken glauben." Ronaldo sieht die "Selecao" noch lange nicht als ersten Anwärter auf eine Wiederholung des Triumphs von Paris 2016. "Das macht uns jetzt nicht zu einem Top-Titelkandidaten. Favoriten sind andere, aber wir sind ein Team, gegen das man schwer gewinnen kann", meinte der Mannschaftskapitän, der für seine 99 Treffer im Portugal-Trikot 164 Einsätze benötigte.

Ein weiterer persönlicher Rekord ist für den Superstar nach der erfolgreichen EM-Qualifikation in greifbare Nähe gerückt. Ein einziger Treffer bei der Endrunde im kommenden Sommer reicht Ronaldo, um an dem Franzosen Michel Platini vorbeizuziehen. Bislang haben beide Fußball-Heroen jeweils neun Endrundentore auf ihrem Konto.

Quelle: n-tv.de, Andreas Frank, sid

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