Fußball

Ehemaliger Bundesliga-Profi Timm Klose spricht über Alkoholsucht

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Timm Klose (r.) spielte von 2011 bis 2016 für den 1. FC Nürnberg und den VfL Wolfsburg.

(Foto: imago sportfotodienst)

Fünf Jahre lang spielte Timm Klose Bundesliga-Fußball. Damit es dazu kommen konnte, musste er sein Leben komplett umkrempeln. Denn in seiner Jugend litt er unter psychischen Problemen und Alkoholsucht mit teils exzessivem Konsum. Nun spricht er über die schwere Zeit - und darüber, wie er sie durchstand.

Der frühere Fußball-Bundesligaprofi Timm Klose hat Probleme mit Alkohol und der Psyche in der Vergangenheit offenbart. In einem YouTube-Video seines englischen Premier-League Clubs Norwich City spricht der 31 Jahre alte, in Frankfurt/Main geborene Abwehrspieler über teilweise exzessiven Alkoholkonsum in seiner Jugend.

"Ich habe mit 13 angefangen, Alkohol zu trinken", sagt Klose. "Meine Freunde waren alle etwas älter, also trank ich mit ihnen Alkohol und rauchte." Damals spielte Klose bei den Junioren des FC Basel und dachte sogar daran, mit dem Fußball aufzuhören: "Ich wollte immer Profi werden, hatte aber große Probleme in der Schule. Ich war die meiste Zeit betrunken und während den Pausen habe ich geraucht."

Ein nachhaltiges Schockerlebnis sei für ihn gewesen, als er eines Nachts "fast eine Herzattacke" hatte. "Ich wachte auf einer Parkbank in der Nähe eines Sees auf. Ich habe keine Ahnung, wo das war", erzählt Klose. "Da wusste ich: Jetzt muss ich aufwachen!" Er schaffte es, Fußballprofi zu werden, und wechselte mit 23 Jahren zum 1. FC Nürnberg in die Bundesliga und bestritt von 2011 bis 2016 FCN und den VfL Wolfsburg 75 Bundesligaspiele. Die psychischen Probleme waren nicht verschwunden.

Negative Kommentare in den sozialen Medien setzten ihm zu. "Ich wollte nicht schwach wirken", sagt der Schweizer Nationalspieler. Um sich abzulenken habe er zeitweise "bis morgens um vier Uhr vor der Playstation gesessen, FIFA gespielt". Während der Zeit in Nürnberg suchte er Hilfe bei einem Mentaltrainer und fand einen Ausweg. "Es ist gut, mit einer neutralen Person zu sprechen", meinte Klose und versicherte: "Ich denke positiv."

Quelle: ntv.de, mra/dpa

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