Fußball

"Unangenehmes Thema" Trainerposse bei Aue bleibt rätselhaft

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Warum nur? Daniel Meyer.

(Foto: imago images / pmk)

Aues Klubpräsident Helge Leonhardt spricht mit der Mannschaft. Er stellt sich auch den Fragen zur Beurlaubung des Trainerduos. Doch einen konkreten Grund will er partout nicht nennen. Aus Datenschutzgründen, wie er sagt. Die Lage bleibt unklar, zumal es sportlich läuft. Was sind die wahren Gründe?

Das Gespräch mit der Mannschaft dauerte zehn Minuten. Dann stellte sich Helge Leonhardt vor der Kabine den Fragen der Journalisten. Eine schlüssige Erklärung für die Beurlaubung von Trainer Daniel Meyer und dessen Bruder und Assistenten André Meyer aber konnte oder wollte der Präsident des Fußball-Zweitligisten FC Erzgebirge Aue immer noch nicht liefern.

"Wir hatten eine klare Vereinbarung getroffen, dass weitere Erläuterungen auch aus datenschutzrechtlichen Gründen nicht gegeben werden. Wir leben in einer Zeit, in der alle Seiten rechtlich aufpassen müssen. Präsident und Vorstand haften persönlich für den Verein." Der 60 Jahre alte Unternehmer, seine Vorstandskollegen und die Meyer-Brüder hatten sich am Montag in Chemnitz getroffen. "Es war ein sehr offenes Gespräch. Danach haben wir uns entschieden, die Beurlaubung vorzunehmen."

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Datenschützer: Helge Leonhardt.

(Foto: imago images / Picture Point)

Leonhardt sprach von einem "unangenehmen Thema". Sportliche Ursachen können aufgrund des guten Saisonstarts mit drei Siegen aus den ersten vier Spielen ausgeschlossen werden. Spekulationen über menschliche Probleme zwischen Vereinsführung und dem Trainerduo wies Leonhardt zurück: "Es gab kein böses Blut mit den Meyers, jedenfalls nicht von meiner Seite. Wir pflegen immer noch ein sehr anständiges Verhältnis und wollen nach außen hin keine dreckige Wäsche waschen. Wir haben auf die Situation hingewiesen, die gegenwärtig herrscht, auch bei den Meyers. Die bedauere ich unglaublich."

Entscheidung "in 14 Tagen"

Anfang August hatte Daniel Meyer eine gut einwöchige Auszeit wegen eines Todesfalls in der Familie genommen. Für mehr Klarheit könnte eine gemeinsame Erklärung sorgen, in der sich der Verein und das beurlaubte Trainerduo zu den Umständen der Entscheidung äußern. Laut Leonhardt werde daran gearbeitet. "Wenn wir auseinander gehen sollten, dann erhobenen Hauptes", sagte der Präsident. Eine Rückkehr der Meyer-Brüder wollte er auf Nachfrage zwar nicht ausschließen, doch dies gilt als sehr unwahrscheinlich.

Bis auf weiteres wird Marc Hensel das Training leiten. Der ehemalige Spieler soll auch im Heimspiel am Freitag (ab 18.30 Uhr im Liveticker bei n-tv.de) gegen den VfB Stuttgart auf der Bank sitzen. "In den kommenden 14 Tagen werden wir dann eine Entscheidung treffen, wie es weitergeht", sagte Leonhardt. Da der 33 Jahre alte Hensel keine Fußball-Lehrer-Lizenz besitzt, hat der Klub bei der Deutschen Fußball Liga eine Ausnahme beantragt.

Quelle: n-tv.de, Sebastian Wutzler, dpa

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