Fußball

Nach Zoff mit Keeper Kepa Tuchel wirft Rüdiger beim Training raus

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Ab in die Kabine: Rüdiger wurde am Ostersonntag von Tuchel nach einem Zoff beim Training rausgeworfen.

(Foto: imago images/PA Images)

Nach dem 2:5-Debakel am Wochenende bittet Chelsea-Coach Thomas Tuchel um "Ruhe". Tags darauf fetzt sich aber Nationalspieler Antonio Rüdiger mit Torwart Kepa und wird nach der Handgreiflichkeit kurzum herausgeworfen. Das Drama kommt zur Unzeit, das wichtigste Spiel des Jahres steht an.

Die erste Niederlage unter Trainer Thomas Tuchel nach 14 ungeschlagenen Spielen seit seinem Start hat beim FC Chelsea Spuren hinterlassen. Nachdem die Blues am Samstag eine 2:5-Klatsche gegen West Bromwich Albion aus dem Tabellenkeller der englischen Premier League einstecken mussten, kam es beim Training am Ostersonntag wohl zu einem kleinen Eklat. Wie englische Medien übereinstimmend berichten, soll Nationalspieler Antonio Rüdiger - der am Samstag bei der Blamage gar nicht zum Einsatz kam - einer der Hauptverantwortlichen eines ordentlichen Trainingszoffs gewesen sein.

Tuchel musste Rüdiger frühzeitig vom Training in die Kabine schicken, nachdem der Verteidiger weniger als 24 Stunden nach dem Heim-Debakel in einen hitzigen Streit mit Torwart Kepa Arrizabalaga verwickelt war. Der Trainer hatte zuvor "Ruhe" und Geduld eingefordert, nachdem er ansehen musste, wie seine Mannschaft im Rennen um die Qualifikation für die Champions League stolperte. Dann musste Tuchel aber beherzt eingreifen, weil bei Rüdiger und Kepa die Emotionen hochkochten und die beiden Profis sich gegenseitig schubsten. Der Teammanager warf den deutschen Nationalspieler kurzerhand raus und befahl ihm, fünf Minuten vor allen anderen in die Umkleidekabine zu gehen.

"Eines dieser Spiele, in denen es viel Drama gibt"

Der Zoff wurde wohl durch eine zu späte Grätsche von Rüdiger gegen den Torhüter in einem Trainingsspiel ausgelöst, der sehr verärgert reagierte. Dann eskalierte die Meinungsverschiedenheit zu einer physischen Konfrontation. Kepa durfte die Trainingsrunde im Gegensatz zum Deutschen aber beenden. Im Anschluss soll sich Rüdiger bei Kepa, der am Samstag ebenfalls nicht gespielt hatte, entschuldigt haben. Tuchel, der nach dem Debakel auf eine positive Reaktion hofft, wenn Chelsea am Mittwoch das Hinspiel seines Champions-League-Viertelfinals gegen Porto bestreitet, ist wohl der Ansicht, dass die Angelegenheit damit geregelt ist.

Doch Rüdiger und Kepa waren nicht die einzigen Blues-Profis, die nach der Niederlage gegen West Brom aneinander gerieten. Kapitän César Azpilicueta soll nach dem Spiel einen Streit mit Reece James in der Kabine gehabt haben, weil James eine Teilschuld am zweiten Gegentor des Tages trug. Das wichtigste Spiel des Jahres am Mittwoch steht bisher also unter keinem guten Stern, es brodelt bei den Londonern.

"Individuell war unsere Verteidigung nicht auf dem Niveau, an das wir uns von den Jungs gewöhnt haben", sagte Tuchel am Ostermontag mit Blick auf das Viertelfinale der Königsklasse, "und wir müssen uns in diesem Sinne verbessern". Die Partie am Samstag sei "eines dieser Spiele, in denen es viel Drama gibt" gewesen. Die Dramen gingen im Anschluss weiter auf dem Chelsea-Trainingsplatz mit Antonio Rüdiger als Hauptdarsteller. Dazu äußerte Tuchel sich allerdings nicht. Dabei müssen die Blues aufpassen, die wiedererstarkte Saison nun nicht noch durch zu viel Drama in den Sand zu setzen. Und Rüdiger muss sich vorsehen, es sich nicht mit noch einem Trainer zu verscherzen, nachdem er schon mit Ex-Coach Frank Lampard und dessen Assistenten angeeckt war.

Quelle: ntv.de

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