Fußball

"Ich hatte nie Zweifel an Toni" Und plötzlich spielt Antonio Rüdiger

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Ein Abwehrsouverän.

(Foto: REUTERS)

Ungewohntes, aber willkommenes Gefühl für Antonio Rüdiger: Erstmals in dieser Saison steht der deutsche Nationalspieler für seinen FC Chelsea auf dem Platz - und verdient sich bei seinem Einsatz in der Champions League ein Sonderlob. Ob die Leistung eine Trendumkehr bedeutet?

Überraschung beim FC Chelsea: In der Champions League steht Nationalspieler Antonio Rüdiger endlich mal wieder in der Startelf. Und der Abwehrspieler macht seine Sache im Auswärtsspiel bei FK Krasnodar gut, wie Trainer Frank Lampard findet. Nach seinem ersten Einsatz (!) für die Londoner in dieser Saison erhält der 27-Jährige ein Sonderlob. "Ich hatte nie Zweifel an Toni", sagte Lampard nach dem 4:0-Erfolg.

Lampard betonte außerdem, er sei "sehr zufrieden mit der Konzentration und der Hingabe" gewesen, mit der seine Abwehr um Rüdiger die Null verteidigte. Dabei hob er das Zentrum mit Rüdiger und Kurt Zouma besonders hervor. Dass Chelsea das Spiel ohne Gegentor überstanden habe, sei ihr Verdienst gewesen. Zuletzt die Abwehr der Londoner häufiger gewackelt und Siege verhindert.

Chelsea, mit einem mauen Remis gegen Sevilla in die Königsklasse gestartet, hatte die Chance zur frühen Führung leichtfertig verschenkt. Jorginho schoss einen Elfmeter nur an den Pfosten, Timo Werners Nachschuss wurde geblockt (14.). Callum Hudson-Odoi verwertete schließlich eine Vorarbeit von Kai Havertz 23 Minuten später zum 1:0 - unter kräftiger Mithilfe von Torhüter Matwej Safonow. Werner sorgte mit einem Handelfmeter (76.) für die Entscheidung. Zudem trafen noch Hakim Ziyech (80.) und Christian Pulisic (90.).

Half ein klärendes Gespräch?

"Seine Trainingsleistungen und seine Professionalität waren immer gut, seit ich hier bin, besonders in den vergangenen Wochen", sagte der Trainer über Rüdiger. Dennoch hatte er ihn in den neun Pflichtspielen zuvor nur dreimal in den Kader berufen, Rüdiger spielte aber keine einzige Sekunde. Der 27-Jährige hatte deshalb einen Wechsel erwogen, ein Leihgeschäft mit den Tottenham Hotspur zerschlug sich aber. Auch der FC Barcelona, AC und Inter Mailand sowie sein Ex-Klub AS Rom hatten loses Interesse bekundet.

Zuletzt soll es zwischen Rüdiger und Lampard ein klärendes Gespräch gegeben haben. Ein Abschied im Winter ist dennoch nicht abgehakt: Rüdiger hofft mit Blick auf die Europameisterschaft im kommenden Sommer weiter auf mehr Einsatzzeiten - auch wenn er bereits jetzt ein potenzieller DFB-Stammspieler ist. Für den Bundestrainer, der ja vor allem seine wackelige Abwehr stabilisieren muss, wäre ein Chelsea-Stammspieler Rüdiger eine sehr ermunternde Nachricht.

Noch vor zwei Wochen hatte der 27-Jährige seine Ambitionen auf einen Platz beim englischen Topklub gegenüber dem Portal "The Athletic" untermauert: "Wir spielen in vielen Wettbewerben und haben von jetzt ab nur englische Wochen. Manchmal ändern sich die Dinge im Fußball sehr schnell." Wie wahr. Aber wie nachhaltig?

Quelle: ntv.de, tno