Fußball

Posse um Präsidenten-Machtkampf VfB-Fans attackieren Thomas Hitzlsperger

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Die VfB-Ultras haben am Stuttgarter Stadion ein Banner hinterlassen.

(Foto: imago images/ULMER Pressebildagentur)

Nach der Kampfkandidatur Thomas Hitzlspergers um das Präsidentenamt beim VfB Stuttgart wüten die Fans. Sie werfen dem Vorstandschef eine "ungebührliche Attacke". Das Vertrauen der Fans sei erstmal dahin, neue Schlammschlachten wolle man unbedingt vermeiden, damit endlich Ruhe einkehrt.

Die organisierten Fans von Fußball-Bundesligist VfB Stuttgart haben sich im Machtkampf an der Klubspitze auf die Seite von Präsident Claus Vogt geschlagen und Vorstandschef Thomas Hitzlsperger angegriffen. In einem offenen Brief "zur aktuellen Situation" warfen die Vertreter des Fanausschusses Hitzlsperger dessen "ungebührliche Attacke" auf Vogt vor.

Hitzlspergers Ansinnen, auch noch das Präsidentenamt an sich zu reißen, sei der Versuch, die "Gewaltenteilung wieder aufzuheben und durch eine neuartige und abstruse Doppelfunktion zu ersetzen". Damit breche der frühere Nationalspieler "mit Versprechen, Erwartungen und Beschlüssen".

Keine "Schlammschlachten" mehr

Außerdem geriere sich Hitzlsperger "als couragierter Kämpfer für den kompletten Vorstand, Teile des Aufsichtsrats, des e.V. Präsidiums und des Vereinsbeirats des e.V.", monierten die Fans, die missbilligen, dass die genannten Gremien dazu schweigen. "Das Vertrauen vieler Fans und Mitglieder hat man sowieso erstmal wieder komplett verloren", heißt es.

Der Anhang sprach sich wegen der angespannten Lage für eine Verlegung der für März geplanten Mitgliederversammlung aus. Hinter der Erklärung stehe "unser ausdrücklicher Wunsch, dass der VfB Stuttgart dringend in ruhigere Fahrwasser kommen muss". Dies sei "mit Hauruck-Strukturänderungen, Schlammschlachten, ungeklärten Vorwürfen und nicht aufgearbeiteten Affären" aber nicht möglich.

Hitzlsperger warf Ende Dezember seinen Hut für die Wahl am 18. März 2021 in den Ring. Vogt und er waren bei ihrem lange hinter den Kulissen geführten Duell am letzten Tag des Jahres zu offenen Attacken übergegangen. Vogt, seit Dezember 2019 im Amt, sorge für einen "tiefen Riss" beim fünfmaligen deutschen Meister, sagte Hitzlsperger, und setze mit seiner Profilierungssucht die "Existenz des ganzen Vereins" aufs Spiel. Seine düstere Prognose: "Wir sind auf dem Weg, kaputtzumachen, was wir in den letzten zwölf Monaten erreicht haben.

"Vogt warf seinem Widersacher in einem offenen Brief vor, die Unwahrheit zu sagen. Hitzlsperger bringe "das Vertrauen, das alle Mitglieder seit einem Jahr wieder zum VfB haben, zum Einsturz".

Quelle: ntv.de, dbe/sid