Fußball

Sieg gegen St. Etienne VfL Wolfsburg schont sich für die Bundesliga

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Unter anderem dürfen Renato Steffen und Kevin Mbabu für die Wölfe ran.

(Foto: imago images/regios24)

Der VfL Wolfsburg hat den Einzug ins Sechzehntelfinale der Fußball-Europaliga bereits vor dem letzten Spiel gegen AS St. Etienne sicher. So lässt Trainer Oliver Glasner eine B-Elf auflaufen. Die gewinnt knapp gegen die Franzosen. Das Spiel will allerdings erneut kaum jemand sehen.

Eine B-Elf des VfL Wolfsburg hat die Gruppenphase der Fußball-Europaliga mit einem 1:0 (0:0) gegen AS St. Etienne beendet. Vor dem Gastspiel von Bundesliga-Tabellenführer Borussia Mönchengladbach am Mittellandkanal an Sonntag (ab 15.30 Uhr im Liveticker bei n-tv.de) hielten sich der VfL  aber zurück, die Qualifikation für die Zwischenrunde hatten er schon am fünften Spieltag unter Dach und Fach gebracht.

"Man hat am Anfang schon gemerkt, dass die Abläufe nicht richtig gestimmt haben. Aber in der zweiten Halbzeit konnten wir uns dann steigern. Mit etwas Glück wären noch ein oder zwei Tore mehr möglich gewesen", sagte Daniel Ginczek: "Wichtiger ist aber, dass die Mannschaft nach den beiden Bundesliga-Niederlagen eine gute Reaktion gezeigt hat."

Wolfsburg - St. Etienne 1:0 (0:0)

Tor: 1:0 Otavio (52.)
VfL Wolfsburg: Pervan - Mbabu, Knoche, Tisserand, Paulo Otavio (78. Roussillon) - Rexhbecaj - Gerhardt, Schlager (64. Malli) - Steffen, Ginczek (64. Nmecha), Brekalo. - Trainer: Glasner
AS St. Etienne: Moulin - Palencia, Aholou (46. Honorat), Moukoudi, Kolodziejczak - M'Vila - Youssouf, Diousse (77. Silva) - Hamouma (55. Benkhedim), Beric, Nordin. - Trainer: Puel
Schiedsrichter: Paul Tierney (England)
Zuschauer: 10.802

Für den Treffer des Tages sorgte in der 52. Minute Paulo Otavio. Der aufgerückte linke Außenverteidiger war mit einem unhaltbaren Schrägschuss aus acht Metern Entfernung unter die Querlatte erfolgreich. Der Gruppensieg allerdings war nicht mehr erreichbar. Zeitgleich behauptete der belgische Tabellenführer KAA Gent Rang eins in der Gruppe I durch einen 2:1 (2:0)-Erfolg gegen FC Olexandrija aus der Ukraine.

"Kindheitstraum" erfüllt sich für Ginczek

Vor nur 10.802 Zuschauern trugen aber auch die Gäste wenig zu einem abwechslungsreichen Abend bei. Trainer Claude Puel gönnte mehreren Spielern eine Pause, Frankreichs Rekordmeister hat am Sonntag (ab 21 Uhr im Liveticker bei n-tv.de) den Liga-Spitzenreiter Paris St. Germain vor der Brust. Man merkte man beiden Teams an, dass sie so noch nie zusammengespielt hatten. Vorsicht war Trumpf, viele spannende Aktionen bekam das Publikum nicht zu sehen.

Beim seinem ersten Europacup-Einsatz fiel somit Ginczek durch großes Engagement besonders auf. "Für mich geht ein Kindheitstraum in Erfüllung", hatte der 28-Jährige gesagt. Er ersetzte Torjäger Wout Weghorst, der ebenso auf der Tribüne saß wie Stammtorhüter Koen Casteels. Kapitän Josuha Guilavogui drückte zunächst die Reservebank. An den wenigen Torchancen war Ginczek meistens beteiligt. Nach exakt einer Viertelstunde traf er per Kopfball den Pfosten, in der 43. Minute war der Stürmer erneut mit dem Kopf zur Stelle, doch St. Etiennes Keeper Jessy Moulin kratzte den Ball gerade noch von der Linie.

Auch nach dem Wolfsburger Führungstor nahm die Partie nicht wirklich Fahrt auf. Zwar wechselte der Tabellen-Achte der Ligue 1 zwei Offensivkräfte ein, doch die Norddeutschen eroberten sich immer mehr Spielkontrolle. Ginczek und auch dem ebenfalls lange verletzten österreichischen Nationalspieler Xaver Schlager ging zusehends die Luft aus. VfL-Coach Oliver Glasner holte beide in der 64. Minute vom Feld.

Quelle: ntv.de, Andreas Frank, sid