VfB gelingt später SiegVorn macht's Demirovic sensationell, hinten rettet Nübel

Der VfB Stuttgart schlägt kurz vor Abpfiff entscheidend zu. Erst gelingt Ermedin Demirovic in der Partie gegen den SC Freiburg ein Traumtor, dann hält Torhüter Alexander Nübel den Sieg fest. Vorher lassen sie etliche Chancen liegen.
Ermedin Demirovic stand nach seinem Traumtor im Stuttgarter Jubelrausch im Mittelpunkt und genoss strahlend die vielen Gratulationen. Mit seinem Volley in den Winkel in der 90. Minute hatte der kurz zuvor eingewechselte Torjäger den VfB im engen Kampf um die Champions-League-Plätze zu einem späten, aber verdienten 1:0 (0:0)-Sieg gegen den SC Freiburg geschossen.
"Das ist das Einzige, was von mir erwartet wird - dass ich den Ball über die Linie drücke. Ich hatte ein gutes Gefühl. Das war sehr schön", sagte Demirovic bei DAZN mit einem Schmunzeln. Für den 27-Jährigen, früher beim SC unter Vertrag, war es der 50. Bundesligatreffer, der erste von außerhalb des Strafraums.
Die Stuttgarter blieben vor den Wochen der Wahrheit auch im siebten Spiel in Folge in der Liga ungeschlagen (fünf Siege). Die Mannschaft von Sebastian Hoeneß sammelte zudem vor dem Pokal-Viertelfinale am Mittwoch bei Zweitligist Holstein Kiel und den Play-offs in der Europa League gegen Celtic Glasgow (19. und 26. Februar) weiteres Selbstvertrauen. Freiburg, das sich direkt fürs Achtelfinale der Europa League qualifiziert hat, verliert auf Tabellenrang sieben immer mehr den Anschluss an die Europacupplätze.
Undav hat mehrere Chancen - aber kein Glück
Nach dem 3:2 in der Europa League gegen Bern veränderte Hoeneß sein Team auf sieben Positionen. "Wir müssen die Belastung verteilen in diesen Wochen", sagte der angeschlagene VfB-Coach bei DAZN. Zudem müsse man "die Spannung hochhalten".
Zunächst plätscherte die Partie jedoch dahin. Der VfB benötigte 20 Minuten für die erste Chance: Josha Vagnoman scheiterte per Kopf am stark reagierenden Noah Atubolu. Dies war offenbar der Startschuss für die Schwaben, die nun aktiver, dominanter und gefährlicher wurden.
Matthias Ginter rettete gegen Deniz Undav auf der Linie (28.). Der Nationalstürmer hätte kurz darauf jedoch die Führung besorgen müssen, als er völlig freistehend verzog. Auch in der Folge hatte der umtriebige Undav mit seinen Abschlüssen zunächst kein Glück. Zudem war Atubolu gegen Nikolas Nartey zur Stelle.
Freiburg konnte sich in dieser Phase kaum befreien. Allerdings vergab Derry Scherhant bei einem Konter kurz vor der Pause die große Möglichkeit zum 0:1. Ein langer Ball hatte genügt, um die VfB-Abwehr auszuhebeln. Auch kurz nach dem Wechsel fehlte dem VfB wie schon einige Male in dieser Saison die Effizienz. Bilal El Khannouss scheiterte frei an Atubolu. Der 23-Jährige hielt die Gäste mit seinen Paraden im Spiel. Stuttgart blieb weitgehend am Drücker - und belohnte sich spät. Der in der 77. Minute gekommene Demirovic traf traumhaft per Volley, Undav hatte vorgelegt.