Fußball

Team nach Spielende informiert Weinzierl schmeißt überraschend in Augsburg hin

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"Mir tut das Herz auch weh", sagte Weinzierl.

(Foto: dpa)

Der Verein wusste nichts, auch die Spieler erfahren es erst nach Abpfiff des letzten Bundesliga-Spieltags: Markus Weinzierl will nicht mehr Trainer des FC Augsburg sein. Seine Erklärung deutet an, dass es massive Probleme zwischen Klub und Weinzierl gibt.

Trainer Markus Weinzierl verlässt den FC Augsburg. Der Coach des Fußball-Bundesligisten verkündete diese Entscheidung nach dem letzten Bundesligaspiel gegen die SpVgg Greuther Fürth (2:1) beim TV-Sender Sky. Das sei sein "letztes Spiel" gewesen, sagte der 47-Jährige. Für ihn sei es die "richtige Entscheidung" erklärte er und sagte: "Es ist viel passiert, ich will für mich einen Schlussstrich ziehen."

Weinzierl hatte der Mannschaft kurz nach dem Schlusspfiff seinen Schritt mitgeteilt. Die Spieler sollten die ersten sein, die es erfahren. Weinzierl verwies darauf, dass es mit dem Verein noch keine Gespräche über seine Zukunft gegeben habe.

Manager Stefan Reuter sei in seine Entscheidung nicht eingeweiht gewesen, sagte der frühere Schalker Trainer weiter und ließ deutliche Risse in der Beziehung erkennen. "Das war nicht so geplant", sagte Weinzierl und antwortete auf die Frage, ob Reuter schon informiert sei, eindeutig: "Nein, aber das wird er jetzt schon mitbekommen."

Reuter sagte daraufhin: "Es ist für mich sehr überraschend gekommen." Und weiter: "Ich werde ihn nicht meiden, aber seine Entscheidung ist zu akzeptieren." Er beteuerte: "Wir werden uns in Ruhe hinsetzen und den richtigen Trainer für den FC Augsburg finden." Auf die Frage, ob er selber auch nach dem Sommer noch beim FC Augsburg sei, antwortete der 55-Jährige: "Davon können Sie ausgehen."

Weinzierl sagte, er hätte gerne lange in Augsburg bleiben wollen. "Mir tut das Herz auch weh." Man müsse "alles auf den Prüfstand stellen" und auch "jede Position hinterfragen", hatte Weinzierl noch am Donnerstag angekündigt. Es habe "bis jetzt" auch keine Gespräche über eine Verlängerung seines Vertrags gegeben. In der "nächsten Woche" wollten sich Weinzierl und der FC Augsburg über die Zukunft unterhalten.

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"Ich habe schon auch ein, zwei Fragen, die dann ausschlaggebend sind", sagte Weinzierl und nannte als Beispiele: "Was will der Verein erreichen? Was sind die Ziele? Was sind die Voraussetzungen?" Dauerhaft gegen den Abstieg zu spielen, ist dem Straubinger zu wenig.

"Es ist klar, dass man mehr will. Dass es immer wieder auch die Aufgabe ist, über seinem Budget, über seinen Verhältnissen abzuschließen", erklärte Weinzierl, der seit April 2021 in zweiter Amtszeit wieder den FC Augsburg betreut. Und schon während seiner ersten Zeit war die Beziehung zu Reuter nicht unbelastet gewesen.

Quelle: ntv.de, tsi/dpa

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