Fußball

Leipzig zittert sich in die CL Hertha verspielt Führung und muss in Relegation

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Ein ganz bitteres Ende.

(Foto: IMAGO/RHR-Foto)

In den allerletzten Minuten wird das Saisonfinale der Fußball-Bundesliga noch einmal richtig wild. Hertha BSC verspielt beim Borussia Dortmund die vielversprechende Führung und wird von Stuttgart in der Nachspielzeit in die Relegation geschickt. Der VfB feiert den Klassenerhalt, Berlin muss nachsitzen.

Borussia Dortmund - Hertha BSC 2:1 (0:1)

Felix Magath und Hertha BSC müssen für die Rettung vor dem Bundesliga-Abstieg in die Strafrunde. Der Meistertrainer verlor mit den Berlinern zum Saisonfinale bei Borussia Dortmund 1:2 (1:0), Hertha rutschte dadurch noch hinter den VfB Stuttgart, der in der Nachspielzeit gegen den 1. FC Köln gewann (2:1), auf den 16. Tabellenplatz ab. Am 19. und 23. Mai geht es für die Berliner um den Klassenerhalt am Ende einer missratenen Chaos-Saison.

Ishak Belfodil (19.) störte mit seinem Foulelfmeter zunächst die harmonische Dortmunder Abschiedsparty. Der BVB ging das Spiel vor 81.365 Zuschauern als lauen Sommerkick an, raffte sich aber in der zweiten Halbzeit auf. Erling Haaland gelang der Ausgleich in seinem letzten Spiel für den BVB per Handelfmeter (68.), Youssoufa Moukoko (84.) erzielte das 2:1.

VfB Stuttgart - 1. FC Köln 2:1 (1:0)

Ekstase im Schwabenland: Der VfB Stuttgart hat auf den letzten Drücker den direkten Klassenerhalt geschafft. Die Mannschaft von Trainer Pellegrino Matarazzo besiegte den 1. FC Köln beflügelt von 58.453 lautstarken Anhänger mit 2:1 (1:0) und schickte Hertha BSC in die Relegation.

Sasa Kalajdzic (12.) und Wataru Endo (90.+2) trafen zum Stuttgarter Sieg. Anthony Modeste (59.) hatte zwischenzeitlich nach einem schweren Fehler von VfB-Keeper Florian Müller ausgeglichen. Für die Kölner bleibt trotz der Niederlage Platz sieben und damit die Teilnahme an den Playoffs zur Europa Conference League.

Arminia Bielefeld - RB Leipzig 1:1 (0:0)

Arminia Bielefeld hat alles für das Wunder gegeben - und steigt doch zum achten Mal in die 2. Fußball-Bundesliga ab. Die Ostwestfalen rangen dem Favoriten RB Leipzig ein 1:1 (0:0) ab und ließen die Sachsen zwischenzeitlich um die Champions-League-Teilnahme zittern.

Am Ende reichte es für die Arminia nicht zum Sprung auf den Relegationsplatz. Ein eigener Sieg wäre Voraussetzung gewesen, zudem hätte der VfB Stuttgart hoch verlieren müssen.

Janni Serra (70.) brachte Bielefeld in Führung und schürte zumindest ein wenig Hoffnung auf ein Wunder, Willi Orban (90.+4) glich für Leipzig aus und brachte RB damit aus eigener Kraft zum vierten Mal in Folge in die Königsklasse. RB muss sich dennoch schnell schütteln. In genau einer Woche steht das DFB-Pokalfinale in Berlin an. Gegner: Freiburg.

Bayer Leverkusen - SC Freiburg 2:1 (0:0)

Der SC Freiburg hat die erstmalige Teilnahme an der Champions League verpasst. Die Mannschaft von Trainer Christian Streich unterlag bei Bayer Leverkusen 1:2 (0:0) und kam in der Abschlusstabelle nicht mehr an RB Leipzig vorbei.

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Christian Streich spielt nächste Saison Europa League mit Freiburg.

(Foto: IMAGO/Treese)

Der Sportclub belegt nach seiner Generalprobe fürs DFB-Pokalfinale den sechsten Platz, löste zum insgesamt zweiten Mal das Europa-League-Ticket. Für die Königsklassen-Qualifikation hätte der SC das Spiel gewinnen und auf eine Niederlage der Leipziger bei Arminia Bielefeld hoffen müssen.

Lucas Alario (54.) und Exequiel Palacios (90.+7) erzielten vor 30.210 Zuschauern in der ausverkauften BayArena die Tore der Gastgeber, die damit Rudi Völler das erhoffte Abschiedsgeschenk bereiteten. Janik Haberer (88.) hatte in der Schlussphase den zwischenzeitlichen Ausgleich der Gäste erzielt.

1. FC Union Berlin - VfL Bochum 3:2 (2:0)

Union Berlin hat eine erfolgreiche Saison mit dem Einzug in die Europa League gekrönt. Die Köpenicker sicherten sich durch das 3:2 (2:0) gegen den VfL Bochum den fünften Tabellenplatz. Somit übertrafen die Berliner in ihrer dritten Saison im Oberhaus den Erfolg aus dem vergangenen Jahr, als die Mannschaft von Trainer Urs Fischer die Conference League erreicht hatte.

Vor 22.012 Zuschauern im Stadion An der Alten Försterei brachte Grischa Prömel (5.) in seinem letzten Spiel für Union die Berliner in Führung, Taiwo Awoniyi traf doppelt (25., Handelfmeter und 88.). Simon Zoller (55.) und Eduard Löwen (79.) erzielten die Treffer für die Bochumer, die sich schon vor dem letzten Spieltag den Klassenerhalt gesichert hatten.

VfL Wolfsburg - FC Bayern 2:2 (1:2)

Trotz des vielleicht letzten Bundesliga-Tores von Robert Lewandowski hat sich der deutsche Rekordmeister Bayern München nicht mit einem Sieg in die Sommerpause verabschieden können. Immerhin steuerte der Pole, der den Rekord-Champion trotz eines noch bis 2023 laufenden Vertrages vorzeitig verlassen möchte, zum 2:2 (2:1) beim VfL Wolfsburg den zweiten Gästetreffer in der 40. Minute bei.

Die insbesondere in der ersten Halbzeit sehr dominanten Münchner gingen in der 17. Minute durch einen Kopfball von Josip Stanisic in Führung. Sekunden vor dem Halbzeitpfiff gelang den Niedersachsen durch Jonas Wind der Anschlusstreffer, ehe Ex-Nationalspieler Max Kruse (58.) den Wölfen mit seinem zwölften Saisontor einen nicht unverdienten Punkt bescherte.

Borussia Mönchengladbach - TSG Hoffenheim 5:1 (3:1)

Zum Abschluss einer enttäuschenden Saison hat sich Borussia Mönchengladbach den Frust von der Seele geschossen - Adi Hütter kehrt dennoch nicht mehr auf die Trainerbank zurück. Die Rheinländer gewannen 5:1 (3:1) gegen die TSG Hoffenheim, es war bereits Hütters letztes Spiel als Coach der Borussia. "Wir haben uns im gegenseitigen Einvernehmen darauf verständigt", sagte der Österreicher bei Sky.

Nun sah der Österreicher erstmal noch einen sportlich bedeutungslosen Sieg. Lars Stindl (26.), Alassane Plea (44., Foulelfmeter), Jonas Hofmann (45.+1/68.) und Breel Embolo (53.) drehten das Spiel für die Gladbacher. Zuvor hatte Andrej Kramaric (3.) früh für Hoffenheim getroffen.

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Die Eintracht um Trapp blieb bei der Generalprobe fürs EL-Finale sieglos.

(Foto: IMAGO/Jan Huebner)

1. FSV Mainz 05 - Eintracht Frankfurt 2:2 (1:2)

Eintracht Frankfurt hat eine ordentliche Generalprobe für das Europa-League-Finale hingelegt. Die Mannschaft von Trainer Oliver Glasner kam vier Tage vor dem Endspiel gegen die Glasgow Rangers im Rhein-Main-Duell beim heimstarken FSV Mainz 05 zu einem 2:2 (2:1) und kann auch ohne Ligasieg im Gepäck mit einem guten Gefühl zum Showdown nach Sevilla reisen.

Tuta (26.) und Rafael Borré (35.) trafen für die Hessen, die ihre Negativserie in der Fußball-Bundesliga aber fortsetzten. Durch die Treffer des Mainzers Marcus Ingvartsen (10./49.) blieb die SGE auch im achten Ligaspiel nacheinander ohne Sieg. Am Mittwoch (21 Uhr/RTL, RTL+ und im Liveticker bei ntv.de) geht es nun für die Frankfurter um den ersten internationalen Titel seit 42 Jahren.

FC Augsburg - SpVgg Greuther Fürth 2:1 (1:1)

Die SpVgg Greuther Fürth hat sich ohne Auswärtssieg aus der Fußball-Bundesliga verabschiedet. Das Kleeblatt verlor beim FC Augsburg mit 1:2 (1:1). Der FCA, der sich schon vergangene Woche im elften Jahr in Folge den Klassenerhalt gesichert hatte, ging in einem zerfahrenen Spiel durch Daniel Caligiuri (11.) in Führung. Er verwandelte einen Foulelfmeter.

Jessic Ngankam (24.) glich aus. Michael Gregoritsch (84.) sorgte für das 2:1. Zwölfmal blieb der Absteiger damit zuletzt sieglos.

Quelle: ntv.de, ara/sid

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