Fußball

Mühevoller Pokalsieg in Jena Werder Bremen zeigt wieder Schwächen

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Harte Arbeit: Bremens Davie Selke kämpft sich an zwei Jenaern vorbei.

(Foto: imago images/Jan Huebner)

Der Auftakt ist geschafft, wenn auch mühsam: Werder Bremen zieht in die zweite Runde des DFB-Pokals ein. Beim Drittliga-Absteiger FC Carl Zeiss Jena offenbaren die Hanseaten jedoch große Anlaufschwierigkeiten. Erst kurz vor Schluss fällt die Entscheidung.

Florian Kohfeldt hat mit Werder Bremen nach einer völlig verkorksten Vorsaison nur mühsam den Wiedergutmachungskurs aufgenommen. Sein Team hatte am Samstagabend in der ersten Runde des DFB-Pokals beim Drittliga-Absteiger FC Carl Zeiss Jena große Anlaufschwierigkeiten und setzte sich nur mühevoll 2:0 (0:0) durch. Vor zugelassenen 1600 Zuschauern im Ernst-Abbe-Sportfeld trafen Joshua Sargent (49. Minute) und Tahith Chong (87.) für Bremen.

Die Thüringer starteten hellwach, versuchten den Spielaufbau der Gäste mit hohem Pressing zu stören. Allerdings patzten die Jenaer immer wieder beim eigenen Herausspielen. Das nutzte Werder mit schnellem Kombinationsspiel, oft aber zu ungenau. Die Bremer Führung verpasste Theodor Gebre Selassie, der Leonardo Bittencourts Flanke aus Nahdistanz an den linken Pfosten setzte (18.). Auf der Gegenseite prüfte Maximilian Oesterhelweg zwei Minuten später Bremens Keeper Jiri Pavlenka.

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Hauptsache geschafft: Bremen-Trainer Kohfeldt nach dem Spiel.

(Foto: imago images/Jan Huebner)

Der dreimalige DDR-Meister glaubte spürbar an seine Chance. Immerhin hat Jena eine große Pokalvergangenheit: 1981 stand der Klub im Europapokal der Pokalsieger im Endspiel gegen Dinamo Tiflis (1:2). Der letzte Coup nach vier Viertelfinalteilnahmen war 2015/16 gelungen, als Jena in der ersten Runde den damals noch erstklassigen Werder-Rivalen Hamburger SV mit 3:2 nach Verlängerung besiegt hatte.

Am Samstagabend agierte das Kohfeldt-Team ohne Milot Rashica ideenlos. Jena wurde dadurch immer mutiger. Unmittelbar vor dem Halbzeitpfiff forderten die Gastgeber einen Elfmeter, nachdem Gebre Selassie Dominik Boch zu Fall brachte. In Halbzeit zwei versuchte Kohfeldt mit Davy Klaassen und Chong neuen Schwung hereinzubringen. Das gelang auf Anhieb: Nach einer Augustinsson-Flanke köpfte Sargent zum 1:0 ein.

Das gab dem sechsmaligen Pokalsieger von der Weser Sicherheit. Das 2:0 auf dem Fuß hatte Bittencourt (57.), der nach einem herrlichen Klaassen-Pass den Ball am Tor vorbeispitzelte. Bremen dominierte nun die Partie, war aber in der Chancenverwertung nachlässig. Chong machte erst kurz vor Schluss alles klar.

Quelle: ntv.de, chr/dpa