Fußball

Reform des Liga-Betriebs Will Premier League mehr Bundesliga wagen?

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Liverpool und damit irgendwie auch Teammanager Klopp soll eine der treibende Kräfte bei der Liga-Reform sein.

(Foto: imago images/PA Images)

Seit Jahren klagen die großen Vereine der englischen Premier League über die hohe Belastung. 50 bis 60 Spiele sind die Regel. Mehrere Medien berichten nun von Reformplänen auf der Insel. Diese ähneln sehr dem Modus der Bundesliga und beinhaltet auch eine Aufwertung der zweiten Liga.

Die englische Premier League soll offenbar nach dem Vorbild der Fußball-Bundesliga reformiert werden. Die reichste Liga der Welt erwägt verschiedenen Medien zufolge eine Reduzierung von aktuell 20 auf nur noch 18 Klubs. Ferner sollen Relegationsspiele eingeführt werden. Die Planungen sehen schließlich auch den Wegfall des ungeliebten Ligapokals vor. Das gleiche Schicksal soll den Supercup ("Community Shield") ereilen.

Bei den Planern werde das Projekt "Big Picture" (Das große Ganze) genannt. Wie es weiter heißt, sind Meister FC Liverpool um Teammanager Jürgen Klopp und dessen "ewiger" Rivale Manchester United die treibenden Kräfte hinter den Plänen.

In einer etwaigen künftigen Relegation sollen dann der Tabellen-16. und drei Zweitligisten den dritten Auf- beziehungsweise Absteiger ausspielen. Außerdem würden 25 Prozent der TV-Gelder an den Unterbau mit den Ligen Championship, League One und Two abgegeben werden.

Die Premier League leugnete in einer Stellungnahme nicht, dass sie sich 28 Jahre nach ihrer Gründung angesichts der Coronakrise grundsätzlich Gedanken über die Neustrukturierung mache. Allerdings könnten "einige" der in den Medien diskutierten Ansätze "schädliche Wirkung auf den Fußball als Ganzes" haben.

Die großen Premier-League-Klubs klagen seit Jahren über die enorme Belastung durch eine Vielzahl von Spielen. Liverpool etwa kam in er vergangenen Saison auf 55 Spiele. Dabei war in der Champions League sowie im FA-Cup jeweils bereits im Achtelfinale Schluss. Hinzu kommen allerdings noch zwei Spiele bei der Fifa-Club-WM. Manchester United etwa kam auf mehr als 60 Spiele. Für die Reds war übrigens in allen Cup-Wettbewerben im Halbfinale der Traum von einem Titel vorbei. Zum Vergleich der deutsche Triple-Sieger Bayern München kommt auf etwa 55 Partien - erreichte allerdings in allen Cup-Wettbewerben das Finale.

Quelle: ntv.de, jwu/sid