Fußball

Nächster Plan: Triple-Gewinn Wolfsburg feiert vierte Meisterschaft in Folge

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Der VfL Wolfsburg gewinnt zum vierten Mal in Folge die Deutsche Meisterschaft.

(Foto: imago images/regios24)

Die Fußballerinnen des VfL Wolfsburg sind Deutscher Meister. Das Team von Trainer Stephan Lerch holt durch einen Sieg gegen Freiburg den vierten Titel in Serie. Nächstes Ziel ist nun das Triple für das in dieser Saison noch ungeschlagene Team.

Keine 18 Stunden nach den Männern hat auch die Frauenfußball-Bundesliga ihren Geister-Meister gefunden: Der VfL Wolfsburg hat sich zum vierten Mal nacheinander den Titel gesichert. Mit einem 2:0 (1:0) gegen den SC Freiburg verwandelte das Team von Trainer Stephan Lerch seinen ersten Matchball für die sechste Meisterschaft der Vereinsgeschichte. Vor leeren Rängen im AOK-Stadion trafen Joelle Wedemeyer (32.) und Pernille Harder (47.) für den ungeschlagenen VfL, der acht Punkte vor Bayern München bei noch zwei ausstehenden Spielen nicht mehr einzuholen ist. Nun winkt das Triple: Am 4. Juli (16.45 Uhr/ARD) spielt der VfL im DFB-Pokalfinale in Köln gegen die SGS Essen, in der Champions League steht der zweimalige Titelträger im Viertelfinale.

Die Frauen-Bundesliga hatte ihren Spielbetrieb Ende Mai nach fast dreimonatiger Corona-Zwangspause unter strengen Auflagen und ohne Zuschauer fortgesetzt. Mit sechs Meisterschaften zogen die Wolfsburgerinnen nun mit dem Traditionsklub Turbine Potsdam gleich, Bundesliga-Rekordmeister ist der 1. FFC Frankfurt (7). Die Dominanz und Konstanz des Klubs aus der VW-Stadt sind beeindruckend. Viermal in Serie hat sich bislang auch nur Potsdam (2009 bis 2012) die Meisterschale gesichert. Gewinnt Wolfsburg auch die verbleibenden beiden Spiele in München am Sonntag und gegen Bayer Leverkusen (28. Juni), würden 64 Zähler auch einen Punkterekord in der eingleisigen Bundesliga bedeuten (bislang Frankfurt 2004/2005: 63 Punkte).

Kniefall vor der Meisterschaft

Die Wölfinnen übernahmen gegen Freiburg bei hohen Temperaturen von Beginn an das Kommando. Angeführt von der hochkarätig besetzten Offensive um die dänische Toptorjägerin Harder erspielten sich die Gastgeberinnen ein Chancenplus. Der SC Freiburg, der zuvor alle drei Spiele seit dem Restart gewonnen hatte, wurde erst nach der Einwechslung von Klara Bühl (55.) gefährlicher. In dieser Spielzeit sind die Wölfinnen noch ungeschlagen und haben bis auf eine Partie alle Spiele gewonnen.

Unmittelbar vor der Partie hatten die Spielerinnen und Trainer mit einem Kniefall am Mittelkreis und an der Seitenlinie ihren Protest gegen Rassismus ausgedrückt. Im Parallelspiel festigte der FC Bayern mit einem deutlichen 4:0 (4:0) beim 1. FC Köln den zweiten Tabellenrang und damit die erneute Champions-League-Qualifikation. Zudem bezwang Potsdam den SC Sand mit 2:1 (2:0).

Quelle: ntv.de, dbe/sid