Fußball

Über Belgien zum Maradona-Klub Wolfsburg ließ 70-Millionen-Stürmer ziehen

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In Lille zeigte Osimhen, dass der VfL Wolfsburg wohl etwas zu ungeduldig war.

(Foto: imago images/PanoramiC)

Als 17-Jähriger kommt Victor Osimhen zum VfL Wolfsburg, durchsetzen kann er sich dort nicht. In Belgien und Frankreich lässt der Stürmer seine Klasse aufblitzen - und spielt sich in den Fokus eines Topklubs. Der ist bereit, für den 21-Jährigen eine ziemlich hohe Ablöse zu zahlen.

In der Bundesliga blieb der Durchbruch von Victor Osimhen aus. Im Januar 2017 war er als 17-Jähriger zum VfL Wolfsburg, richtig Eindruck aber konnte er dort nicht hinterlassen. In 16 Spielen kam er in der Bundesliga, der Relegation und im Pokal zum Einsatz, ein Tor gelang dem Angreifer allerdings nicht. Nun aber, nach Stationen in Belgien und Frankreich, steht der mittlerweile 21-Jährige kurz vor einem Wechsel zum SSC Neapel. Und der Klub, den viele Fans bis heute mit dessen einstigem Superstar Diego Maradona verbinden, ist bereit, bis zu 70 Millionen Euro zu investieren.

Die Wölfe verpflichteten Osimhen Anfang 2017 für 3,5 Millionen Euro, sein Bundesliga-Debüt feierte er im Mai desselben Jahres. Der 1,85 Meter große Angreifer tat sich allerdings auch seiner ersten kompletten Spielzeit bei den Niedersachsen schwer, der VfL entschied sich für eine Leihe. Osimhen wechselte zum RSC Charleroi und erzielte für den belgischen Erstligisten in 36 Spielen starke 20 Tore. Charleroi zog die Kaufoption für 3,5 Millionen Euro - und gab den Neuzugang fast umgehend wieder ab.

Der OSC Lille war aufmerksam geworden auf den Stürmer und bereit, 14 Millionen Euro auf den Tisch zu legen. Für Charleroi ein gutes Geschäft - und für Osimhen die Chance, sich in der Ligue 1 zu beweisen. Was er dann auch umgehend tat: In der aufgrund der Corona-Pandemie abgebrochenen Saison der französischen Eliteklasse traf er in 27 Spielen 13-mal, bereitete fünf weitere Treffer vor. In der Champions-League-Gruppenphase konnte er das Aus zwar nicht verhindern, traf aber immerhin gegen den FC Chelsea und den FC Valencia.

So scheint es, als wäre der VfL Wolfsburg womöglich etwas zu ungeduldig mit dem jungen Stürmer gewesen, der Ende Dezember dieses Jahres seinen 22. Geburtstag feiert. Dann vermutlich im Trikot des SSC Neapel, der den Werdegang des nigerianischen Nationalspielers verfolgt hat. "Sky" zufolge hat der Angreifer sogar schon einen Vertrag bei der SSC Neapel unterschrieben. Der Serie-A-Klub zahlt demnach eine Ablöse in Höhe von 60 bis 70 Millionen Euro für den Stürmer.

"Ich denke, dass der Spieler seine Wahl getroffen hat. Wir sind in den letzten Zügen", erklärte Lille-Boss Marc Ingla unlängst gegenüber "RMC Sport". Und weiter: "Ich bereue es, aber unsere Stärke liegt eben auf dem Markt. Das ist unser Modell, das ist kein Geheimnis. Das ist der Weg der meisten französischen Klubs, mit Ausnahme von PSG. Es geht dabei nicht nur um den Transferertrag, sondern auch um das Gehalt. Wir sind für bestimmte Spieler nicht das Endziel."

Quelle: ntv.de, tsi/sport.de