Fußball

Schwaben-Krise in der Bundesliga Wolfsburg schlägt VfB, Hertha patzt daheim

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Josuha Guilavogui leitete den Wolfsburger Heimsieg gegen Stuttgart ein.

imago/Sportfoto Rudel

Relegations-Spezialist VfL Wolfsburg im Europapokal? Das könnte in dieser Bundesliga-Saison Realität werden, denn die Wölfe beißen sich per Heimsieg gegen harmlose Stuttgarter oben fest. Die Ambitionen von Hertha erhalten gegen Sieglos-Augsburg den nächsten Dämpfer.

VfL Wolfsburg - VfB Stuttgart 2:0 (2:0)

Dank seines erfolgreichen Herbst-Endspurts darf der VfL Wolfsburg vom Europapokal träumen - daran hat auch der Einsatz von Stuttgarts Kapitän Christian Gentner drei Tage nach dem Tod seines Vaters nichts ändern können. Mit Gentner in der Startelf verlor der VfB verdient 0:2 (0:2) beim VfL Wolfsburg. Josuha Guilavogui (24.) und Wout Weghorst (44.) schossen den VfL vor 21.780 Zuschauern zum vierten Sieg in den vergangenen fünf Spielen. Für den mit Trauerflor aufgelaufenen VfB bleibt die Situation im Kampf um den Klassenerhalt dagegen heikel, durch den Düsseldorfer Sieg rutschten sie auf Rang 16. "Wir kommen nicht richtig ins Spiel", kommentierte der in der zweiten Halbzeit eingewechselte Erik Thommy: "Wolfsburg war in allen Belangen besser."

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(Foto: imago/Sportfoto Rudel)

Im Blickpunkt stand vor allem der Einsatz von Gentner, der seit Samstag um seinen toten Vater trauert und sich trotzdem zu einem Einsatz bei seinem Ex-Verein entschied. "Es war natürlich zunächst brutal, aber dann hat er sich gemeldet und gesagt, dass er spielen will", berichtete VfB-Trainer Markus Weinzierl kurz vor Anpfiff beim Pay-TV-Sender Sky. "Wir hätten jede Entscheidung akzeptiert", sagte der Coach, der "sehr, sehr froh" war, dass Gentner spielte: "Er ist wichtig für uns, weil er die Kapitän ist." Gentner hatte in der Kabine "selber ein paar Sätze gesagt, die sehr emotional waren" - dann lief er zum 39. Mal in Serie als Kapitän des VfB auf und zeigte eine kämpferische Leistung. Zu einem Punktgewinn reichte es für Stuttgart trotzdem nicht. Die Wolfsburg-Fans zeigten ihr Mitgefühl mit dem früheren VfL-Profi mit einem großen Banner in der Fankurve: "Viel Kraft in der schweren Zeit, Gente!"

Hertha BSC - FC Augsburg 2:2 (2:2)

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Vor allem die erste Halbzeit in Berlin bot turbulenten Fußball zwischen Hertha und Augsburg.

(Foto: imago/Matthias Koch)

Hertha BSC hat die Sieglos-Serie des kriselnden FC Augsburg verlängert, dabei einen positiven Heim-Abschluss des Fußball-Jahres aber verpasst. In einem nur in den ersten 45 Minuten munteren Duell in der Kühlkammer Olympiastadion trennten sich beide Klubs verdientermaßen mit 2:2 (2:2). Die Berliner bleiben damit vor dem Hinrunden-Ende bei Bayer Leverkusen am Samstag hinter den Europapokalplätzen der Fußball-Bundesliga. Augsburg wartet weiter seit Ende Oktober auf einen Erfolg.

Hertha begann dominant, wurde aber vom Gegentreffer nach der ersten Augsburger Offensivaktion kalt erwischt. Vor der Berliner Minuskulisse dieser Spielzeit von 27.939 Zuschauern sorgte der später verletzte Martin Hinteregger mit seinem Treffer nach acht Minuten für Hoffnung auf einen Auswärtserfolg. Das 0:1 war schon der dritte Rückstand der Hertha in dieser Saison binnen der ersten zehn Minuten.

Doch Mathew Leckie (28.) und Ondrej Duda (31.) drehten die Partie zunächst per Doppelschlag, Ja-Cheol Koo (39.) rettete den Schwaben zumindest noch einen Punkt. Damit sind die Augsburger unter Trainer Manuel Baum erstmals seit sieben Spielen nacheinander ohne Sieg.

Quelle: n-tv.de, cwo/dpa

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