Fußball-WM 2018

Schon vom WM-Titel geträumt? Neuer und Götze halten den Ball flach

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Manuel Neuer - Nummer eins im deutschen Tor.

(Foto: imago/BPI)

Nach dem starken WM-Auftakt schwärmt die Fußball-Welt von Jogis Jungs. Die lassen sich die Lobeshymnen jedoch nicht zu Kopf steigen. Gegen Portugal "war nicht alles perfekt", dämpft Manuel Neuer die Euphorie - und auch Mario Götze tritt auf die Bremse.

Die DFB-Elf hat die Fußballwelt beim 4:0 über Portugal durchaus beeindruckt. Ob Maradona, Merkel oder Messi - alle loben Jogis Jungs. Auch der Bundestrainer Joachim Löw erfährt dieser Tage für seine taktischen Winkelzüge viel Zuspruch. "Er ist ein großer Taktiker ", schwärmte Brasiliens Ikone Pelé und Argentiniens Diego Maradona sprach von einem Deutschland, "das die Perfektion streifte". Die Elf "macht angesichts der körperlichen Stärke Angst". Und: "Auch beim Laufen sind sie sehr, sehr intelligent." Und dann dieser Thomas Müller: "Er hat keine Muskeln", zeigte sich Maradona verwundert, "aber er hat ganz stark gespielt".

Im Campo Bahia zeigt man sich angesichts dieser Einschätzung wenig beeindruckt, versucht bei all den Lobeshymnen den Ball flach zu halten. So verkündete Nationalkeeper Manuel Neuer selbstkritisch: "Ich finde, dass wir mit der Art und Weise nur teilweise zufrieden sein können. Es war nicht alles perfekt. Aber das hilft uns", sagte der 28-Jährige im Interview mit dfb.de: "Wir hatten nach dem Spiel ein paar Punkte, an denen wir im Training ansetzen konnten."

Beispiele gibt es für den Münchner genug: "Gegen Ghana müssen wir versuchen, ein bisschen enger zu stehen, wir müssen die Räume kleiner machen. Und wir dürfen nicht zu weit zurückrücken." Die neuformierte Abwehr vor ihm, die aus den vier Innenverteidigern Per Mertesacker, Mats Hummels, Jerome Boateng und Benedikt Höwedes bestand, gefiel Neuer dagegen gut. "Wir hatten auf diese Weise eine sehr zweikampfstarke Viererkette. Das hat vor allem in den Situation geholfen, in denen es galt, Konter zu verhindern", sagte der Welttorhüter 2013.

Götze macht Tor-Ansage

Mario Götze zeigte sich im Interview mit dem "kicker" zwar nicht unzufrieden mit dem WM-Start gegen Portugal. "Vom Ergebnis her war es ziemlich gut, aber man sollte es nicht so hoch hängen", sagte der 22-Jährige: "Gegen den Vierten der Weltrangliste hätte es schlechter laufen können." Allerdings mahnte der Offensiv-Allrounder auch, dass "wir in einigen Situationen ein Gegentor hätten bekommen können". Auch die eigene Effizienz sei noch nicht optimal gewesen: "Wir selbst haben Chancen liegen lassen." An den Titel zu denken, sei ohnehin "viel zu früh".

Für das zweite Gruppenspiel am Samstag (live ab 21.00 Uhr in der ARD und im n-tv.de-Ticker) hat sich der Münchner einen eigenen Treffer vorgenommen. "Ich hatte schon gegen Portugal die eine oder andere Chance, ein Tor zu erzielen, das möchte ich gegen Ghana nun tun", sagte Götze. Überhaupt habe er für die WM "große Ambitionen. Ich will hier in Brasilien zeigen, was ich kann."

Quelle: n-tv.de

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