Olympia

Totaler Blackout bei Tor eins"Katastrophe": Dürr erlebt Sekunden vor Medaille den unfassbaren Albtraum

18.02.2026, 14:34 Uhr
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Lena Dürr schied beim Slalom dramatisch aus. (Foto: IMAGO/Eibner)

Welch ein Drama: Lena Dürr ist Zweite nach dem ersten Lauf beim Olympia-Slalom und steht kurz vor einer Medaille. Doch dann folgt ein Patzer unermesslichen Ausmaßes, wie vor vier Jahren vergibt sie die Chance. Mikaela Shiffrin holt endlich ihre Goldmedaille.

Skirennfahrerin Lena Dürr hat bei den Winterspielen in Italien auch im Slalom trotz guter Ausgangslage eine Medaille verpasst und ein sportliches Drama erlebt. Die 34-Jährige fädelte als Zweitplatzierte des ersten Laufs im Finale bereits am ersten Tor ein und schied aus.

"Katastrophe, worst case", stöhnte Dürr, "aber so ist es jetzt." Silber vor Augen - doch der Traum von der ersten olympischen Einzelmedaille für die Team-Zweite von 2022 platzte jäh, sie blickte fassungslos ins Nichts. Dass der WM-Dritten von 2023 dasselbe Malheur passierte wie dem späteren Doppel-Olympiasieger Markus Wasmeier als Topfavorit im Super-G 1988 war kein Trost. "Man kann es noch gar nicht realisieren", sagte Dürr eine knappe Viertelstunde nach ihrem Missgeschick, "man meint, man kriegt nochmal einen Re-Run." Aber den bekam die Münchnerin nicht.

US-Superstar Mikaela Shiffrin feierte in Cortina d'Ampezzo einen überlegenen Sieg und krönte sich mit 1,50 Sekunden Vorsprung zur Olympiasiegerin. Silber ging an die Schweizerin Camille Rast, Bronze sicherte sich die Schwedin Anna Swenn Larsson.

Dürrs Teamkollegin Emma Aicher, die in der Abfahrt und in der Team-Kombination mit Kira Weidle-Winkelmann jeweils Silber geholt hatte, fuhr auf Rang neun. Das deutsche Alpin-Team beendet die Spiele in Norditalien damit mit zwei Medaillen. Während die Frauen mitunter famose Fahrten zeigten, gingen die Männer bei ihren Wettbewerben in Bormio wieder mal leer aus.

Dürr hält dem Druck wieder nicht stand

Vier Jahre nach dem Drama von Peking erlebte Dürr in den Dolomiten nun gleich zwei weitere sportliche Tragödien. In China war sie 2022 als Führende in den zweiten Lauf des Slaloms gegangen und noch auf den vierten Rang zurückgefallen. Später holte sie zwar noch Silber mit der Mannschaft, doch das war nur ein kleiner Trost.

In Cortina d'Ampezzo verspielte sie nun sowohl im Riesenslalom, in dem sie am Sonntag Neunte geworden war, als auch im Torlauf gute Medaillenaussichten. Der bislang größte Einzelerfolg der Münchnerin war WM-Bronze 2023.

Slalom-Königin Shiffrin schlägt zurück

Shiffrin besiegte derweil ein Olympia-Trauma. 2022 in China war sie bei sechs Starts ohne Medaille geblieben. In der Team-Kombination vorige Woche landete sie mit Abfahrts-Champion Breezy Johnson nach einem verkorksten Slalom nur auf Rang vier, im Riesenslalom verpasste sie als Elfte sogar die Top Ten.

Diesmal brillierte die 30-Jährige aber wieder und holte die vierte Olympia-Medaille ihrer Laufbahn. Zweimal Gold bei Winterspielen, vier WM-Titel und 71 Weltcup-Rennen hat die Amerikanerin im Slalom nun schon gewonnen.

Quelle: ntv.de, dbe/dpa

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