Olympia

Olympia-Finale knapp verpasst Judoka Peters erkämpft Bronze

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Judoka Dimitri Peters gewann vier seiner fünf Kämpfe. Das reichte für Olympia-Bronze.

(Foto: AP)

Finale verpasst, kleines Finale gewonnen: Judoka Dimitri Peters nimmt von den Olympischen Spielen in London eine Bronzemedaille mit nach Hause. Nach seiner knappen Halbfinal-Niederlage zeigt der 28-Jährige gegen den Usbeken Ramsiddin Sajidow keine Nerven und vergrößert die deutsche Medaillensammlung im Judo.

Judoka Dimitri Peters hat beim olympischen Turnier in London die dritte Medaille für die deutschen Mattenkämpfer geholt. Der 28-Jährige aus Rotenburg besiegte im kleinen Finale den Usbeken Ramsiddin Sajidow. Im Halbfinale hatte Peters unter den Augen von Russlands Staatspräsident Wladimir Putin erst nach Verlängerung und Kampfrichterentscheid gegen den russischen Weltmeister Tagir Chaibulajew verloren. Chaibulajew setzte sich anschließend auch im Finale gegen Naidan Tuvshinbayar aus der Mongolei durch.

Vor Peters hatten die deutschen Judoka in London zwei Silbermedaillen gewonnen. Peking-Olympiasieger Ole Bischof sowie Überraschungsfrau Kerstin Thiele verloren jeweils ihre Finals.

"Ich will mit einem guten Ergebnis von der Matte gehen", hatte Peters vor seinem Olympia-Wettkampf noch tief gestapelt. Auf der Matte war dann von Bescheidenheit nichts mehr zu sehen. Erst räumte der bullige Athlet in seinem Auftaktkampf den israelischen Altmeister Ariel Zeevi, immerhin Olympia-Dritter 2004, nach nur 42 Sekunden aus dem Weg.

Im zweiten Kampf tat sich Peters gegen den Letten Jevgenijs Borodavko lange schwer, doch auch diesen schlug er schließlich in der Verlängerung. Im Pool-Finale ließ er sich dann auch vom Niederländer Henk Grol nicht aufhalten und zog ins Halbfinale ein. Dort war Russlands Olympia-Favorit vor den Augen von Präsident Wladimir Putin aber zu stark. Für die Leipzigerin Heide Wollert zerschlugen sich in der Klasse bis 78 Kilogramm gleich in ihrem ersten Kampf alle Medaillenträume.

Quelle: ntv.de, dpa