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Kurioses Chaos-RennenNach Silber-Coups macht die Piste auch Emma Aicher zum Opfer

12.02.2026, 13:16 Uhr
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Emma Aicher ist sichtlich enttäuscht. (Foto: picture alliance/dpa)

Zweimal strahlt Emma Aicher bei diesen Olympischen Winterspielen schon mit dem Edelmetall um ihren Hals um die Wette. Beim Super-G aber guckt die junge Deutsche ganz bedröppelt. Sie ist eine von vielen Starterinnen, die das Ziel nicht erreichen. Auch Kira Weidle-Winkelmann ist betroffen.

Emma Aichers Traum von einer weiteren Medaille war nach nicht einmal einer Minute des olympischen Super-G ausgeträumt. Die Zweite der Abfahrt und der Team-Kombination fuhr nach einem Fehler auf der Tofana in Cortina d'Ampezzo an einem Tor vorbei. Auch Kira Weidle-Winkelmann schied wie weitere Favoritinnen aus.

"Es ist bitter, aber ich habe alles gegeben, mehr kann ich nicht tun", sagte Aicher im ZDF. Weidle-Winkelmann meinte: "Es war ein taktischer Fehler, aber bei Olympia musst du riskieren."

Gold gewann die zweimalige Gesamtweltcupsiegerin Federica Brignone, die ihr persönliches Skimärchen schrieb: Die 35 Jahre alte Italienerin hatte erst Mitte Januar ihr Comeback gefeiert. 315 Tage vor ihrer Triumphfahrt hatte die Riesenslalom-Weltmeisterin bei einem schweren Unfall bei den italienischen Meisterschaften einen mehrfachen Schien- und Wadenbeinbruch sowie einen Kreuzbandriss erlitten.

Zu Silber fuhr überraschend Romane Miradoli aus Frankreich (+0,41 Sekunden). Bronze ging an Cornelia Hütter aus Österreich (+0,53), die eine Hundertstelsekunde vor Teamkollegin und Team-Kombi-Olympiasiegerin Ariane Rädler lag.

Warnung an Aicher nützt nichts

Brignone war mit Startnummer sechs direkt vor Aicher ins Rennen gegangen. Unmittelbar nach der deutschen Hoffnungsträgerin schieden zwei weitere Medaillenanwärterinnen aus: Ester Ledecka aus Tschechien, die Olympiasiegerin von 2018, und Sofia Goggia aus Italien, Abfahrts-Olympiasiegerin von 2018. Auch die amerikanische Abfahrts-Olympiasiegerin Breezy Johnson kam nicht ins Ziel.

"Die Tore kommen sehr schnell, sei bereit!", wurde Aicher vom Team noch nach oben an den Start gefunkt. Ganz oben war sie einen Hauch schneller als Brignone, doch schon bei der zweiten Zwischenzeit hatte sie fast eine halbe Sekunde Rückstand. Als Aicher kurz darauf ausgehoben wurde und aus dem Kurs fuhr, gab es im Ziel aufmunternden Applaus.

In Speed-Queen Lindsey Vonn, die seit ihrem Sturz in der Abfahrt mit einem Unterschenkelbruch im Krankenhaus liegt, und Peking-Siegerin Lara Gut-Behrami aus der Schweiz fehlten zwei Topfavoritinnen. Weltmeisterin Stephanie Venier aus Österreich hatte ihre Karriere nach dem Titel 2025 beendet.

Quelle: ntv.de, ara/sid

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