Mit Trage abtransportiertSorgen im Olympia-Eiskanal: Bob kippt um, Pilot verletzt
Es sind dramatische Szenen in der Bobbahn von Cortina: Das österreichische Team um Pilot Jakob Mandlbauer kippt während der Fahrt um, rutscht bei hohem Tempo weiter. Mandlbauer muss in der Bahn behandelt werden.
Der Viererbob-Wettbewerb bei den Olympischen Winterspielen musste zwischenzeitlich unterbrochen werden. Im zweiten Lauf war das Team Österreich mit Pilot Jakob Mandlbauer gestürzt, der Bob kippte zur Seite und rutschte mit hohem Tempo weiter durch den Eiskanal von Cortina. Mandlbauer und seine Anschieber Daniel Bertschler, Sebastian Mitterer und Daiyehan Nichols-Bardi versuchten sich so klein zu machen wie möglich, während der Bob fast die halbe Bahn hinabrutschte. Es war der erste Sturz bei diesen Winterspielen in dem Hochgeschwindigkeitssport.
Was zunächst gar nicht so schlimm aussah, ist offenbar aber schwerwiegend. Während die drei Anschieber selbst aus dem umgekippten Schlitten aussteigen konnten, blieb Mandlbauer liegen und musste in der Bahn behandelt werden. Ärzte und Helfer eilten schnell zum Bob. Nach vielen Minuten wurde der Verletzte aus der Bahn abtransportiert.
Dem ORF zufolge ist Mandlbauer auf dem Weg ins Krankenhaus. Der Bob-Pilot sei bei Bewusstsein und wohl nicht schwerer verletzt, klage aber über Nackenschmerzen. Seine Teamkollegen würden im Zielbereich ebenfalls medizinisch untersucht. Das Rennen war für fast 20 Minuten unterbrochen. Der Eiskanal hatte durch den Sturz heftige Kratzer, diese wurden in der Zwischenzeit beseitigt. Im weiteren Verlauf stürzten auch die Bobs aus Frankreich sowie Trinidad und Tobago.
Nach der Hälfte des Wettkampfs führt Johannes Lochner die Konkurrenz an. Der Deutsche, der bereits im Zweierbob Gold gewonnen hatte, stellte im ersten Lauf einen Bahnrekord auf und konnte seinen Vorsprung auf Francesco Friedrich im zweiten Lauf auf 0,43 Sekunden ausbauen. Adam Ammour rückte auf Platz drei vor - die drei Deutschen hatten bereits im Zweierbob das Podium unter sich aufgeteilt.
Mandlbauer hatte nach dem ersten Lauf auf dem 21. Rang gelegen. Sein bestes Ergebnis im Weltcup war in dieser Saison ein elfter Platz im Januar in St. Moritz gewesen.
