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Na siehste! Apple Watch 7 - größer ist doch besser

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Die grüne Apple Watch 7 (45 mm) kostet mit passendem Lederarmband rund 480 Euro.

(Foto: kwe)

Die Apple Watch 7 ist grundsätzlich nicht viel besser als ihre Vorgängerin. Doch die Neue hat einen großen Vorteil, der nicht nur ältere Nutzer begeistern wird.

Inzwischen gibt es weltweit mehr als 100 Millionen Menschen, die eine Apple Watch tragen. Laut Strategy Analytics konnte Apple im zweiten Quartal 2021 rund 9,5 Millionen Geräte verkaufen, das sind im Vergleich zum Vorjahreszeitraum 46 Prozent mehr. Aktuell hat die Apple Watch einen weltweiten Marktanteil von 52,5 Prozent. Der Zweitplatzierte Samsung folgt trotz eines noch stärkeren Wachstums mit 2 Millionen verkauften Galaxy Watches und einem Marktanteil von 11 Prozent mit großem Abstand.

Großes Kaufargument

Mit der neuen Apple Watch 7 könnte der Hersteller noch mehr der angeblich über 1 Milliarde aktiven iPhone-Nutzer überzeugen, sich eine passende Uhr anzuschaffen. Denn die Uhr hat ein sehr großes Kaufargument, wie ntv.de im Test gesehen hat.

Neue Funktionen bringt die 7. Generation nicht. Nachdem mit der Vorgängerin bereits die Messung des Blutsauerstoffs gekommen ist, ist der Spielraum auch weitgehend ausgereizt. Apple hat sich diesmal auf das Display konzentriert und hat damit genau das Richtige getan.

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Die fünf neuen Farben der Aluminiumgehäuse: Mitternacht, Polarstern, Grün, ein verändertes Blau und Rot.

(Foto: Apple)

Die Apple Watch 7 ist grundsätzlich gleich groß wie die Vorgängerin, sie ist lediglich 1 Millimeter (mm) dicker. Auch beim Gewicht hat sich kaum etwas getan, sowohl die 41-mm-Variante als auch das 45-mm-Modell haben gerade mal rund 2 Gramm zugelegt. Trotzdem haben ihre Displays 20 Prozent mehr Fläche als die 6. Generation.

Apple hat das vor allem durch einen schmaleren Rand erreicht, der mit 1,7 mm 40 Prozent dünner als bei der Vorgängerin ist. Die Apple Watch 7 hat damit bei fast unveränderten Maßen nicht nur einen wesentlich größeren Bildschirm, sondern sieht auch noch besser aus.

50 Prozent mehr Text

20 Prozent mehr Display ist in der Smartwatch-Welt ein enormer Zugewinn, der im wahrsten Sinne des Wortes einen großen Unterschied macht. Man sieht jetzt viel mehr Inhalt, was sich vor allem bei Text auszahlt, laut Apple zeigt die Watch 7 über 50 Prozent mehr an. Das angewachsene Display ermöglicht es außerdem, Menschen mit schlechterem Sehvermögen größere Schrift einzustellen, ohne beispielsweise in der ntv-App zu viel scrollen zu müssen.

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Für eine Apple Watch 7 mit Edelstahlgehäuse muss man mindestens 730 Euro hinblättern.

(Foto: Apple)

Ein größerer Bildschirm ist natürlich auch eine riesige Erleichterung, wenn es gilt, auf der Apple Watch zu tippen. Deswegen gibt es auf den beiden Modellen der 7. Generation auch eine richtige Bildschirm-Tastatur für Apple-Anwendungen und kompatible Apps.

Deutsches Keyboard kommt noch

Man kann auf ihr nicht nur tippen, sondern wie auf dem iPhone von Buchstabe zu Buchstabe wischen. Das klappte im Test auf der 45-mm-Variante prima, selbst bei relativ kleiner Schriftgröße. Apple nutzt maschinelles Lernen, um Ungenauigkeiten auszugleichen.

Leider bleibt das Watch-Keyboard vorerst US-Nutzern vorbehalten. Wann die deutsche Tastatur kommt, wollte Apple ntv.de noch nicht verraten. Man kann die Funktion aber bereits ausprobieren, indem man auf dem iPhone in der Watch-App in den Einstellungen unter Allgemein - Sprache & Region die Region auf Vereinigte Staaten stellt.

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Wenn man Text nicht diktieren möchte oder kann, ist die neue Tastatur eine feine Sache.

(Foto: kwe)

ntv.de gelang es so lediglich, die englische Tastatur aufzurufen. Andere Tester berichten, sie hätten auch das deutsche Keyboard mit Umlauten et cetera aufs Display gebracht.

Staubdicht und schneller geladen

Eine weitere wichtige Verbesserungen der Apple Watch 7 ist der Schutz vor Staub nach IP6X. Wasserfest nach WR50 war sie schon vorher. Man kann sich jetzt also nach dem Schwimmen ohne Sorgen um das gute Stück an den Strand legen. Außerdem soll das Schutzglas noch etwas robuster geworden sein.

Wenn man in einem Geschäftsgespräch oder bei einem langweiligen Abendessen unauffällig die Uhrzeit checken möchte, ist das bei der neuen Apple Watch wesentlich einfacher, da ihr Standby-Bildschirm 70 Prozent heller leuchtet.

An der Laufzeit der Uhr hat sich nichts geändert, man kommt mit einer Akku-Füllung gut über den Tag, solange man das Display nicht zu oft aufleuchten lässt. Allerdings kommt die Apple Watch 7 mit einem neuen Ladedock, das sie um rund 30 Prozent schneller auflädt. In 45 Minuten ist die Batterie von 0 auf 80 Prozent gefüllt.

Kein Grund zum Umsteigen, aber zum Einsteigen

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Alleine schon der Umwelt zuliebe, sollte man Geräte möglichst lange nutzen, solange sie funktionieren. Für Nutzer, die bereits eine Watch mit den Eigenschaften haben, die sie brauchen, ist das größere Display zwar reizvoll, aber kein ausreichender Upgrade-Grund. Für iPhone-Besitzer, die bisher noch keine Watch haben, ist Apples Neue die beste Apple Watch, die sie kaufen können. Das gilt vor allem für solche Nutzer, denen der Bildschirm bisher zu klein war.

Wer auf Mobilfunk-Funktionen und spezielle Armbänder verzichten kann, bekommt das 41-mm-Modell ab knapp 430 Euro, die 45-mm-Variante gibt's ab rund 460 Euro.

Quelle: ntv.de

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