Technik

MacBook Air verbessert Apple stellt neues iPad Pro vor

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Das neue iPad Pro mit Trackpad-Tastatur.

(Foto: Apple)

Wegen der Corona-Krise verzichtet Apple auf ein großes Event und stellt ein neues iPad Pro und ein verbessertes MacBook Air per Pressemitteilung vor. Lieferengpässe gibt es für diese Geräte offenbar nicht, über ein kommendes iPhone SE 2 verliert Apple aber kein Wort.

Zwei Jahre nach der letzten größeren Produkt-Offensive im Markt der Tablet-Computer hat Apple vier neue iPad-Modelle vorgestellt. Die neue iPad-Generation sollte eigentlich auf einem Event in Kalifornien angekündigt werden. Vor dem Hintergrund der Reise- und Versammlungsbeschränkungen durch die Coronavirus-Krise schwenkte Apple dann auf eine Ankündigung im Internet um.

Neue Sensoren und Trackpad-Keyboard

Die neuen iPad-Pro-Geräte wurden mit einem schnelleren A12Z-Bionic-Chip ausgestattet. Vor allem Augmented-Reality-Anwendungen (AR) sollen von der besseren Hardware-Ausstattung profitieren, zu der auch eine neu entwickelte Ultraweitwinkel-Kamera und ein neuartiger Lidar-Scanner gehören. Bei AR werden virtuelle Inhalte mit der realen Umgebung gemischt angezeigt. Mit Lidar-Scannern tasten zum Beispiel selbstfahrende Autos ihre Umgebung ab.

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Ist das noch ein iPad oder schon ein Laptop?

(Foto: Apple)

Die neuen iPad Pros können künftig auch ähnlich wie ein Laptop bedient werden. Das Unternehmen hat dazu eine Tastatur für die iPad-Pro-Modelle vorgestellt, in die wie bei Laptop-Keyboards ein Trackpad integriert ist. Bislang hatte Apple von der Bedienung mit einer Maus oder einem Trackpad beim iPad Abstand gehalten. Offenbar sieht der Hersteller aber ein, dass dies notwendig ist, um die Geräte zu einem echten PC-Ersatz zu machen. Nach einem Software-Update unterstützen auch ältere iPad-Pro-Modelle Trackpads.

Die neuen iPads werden in vier Modellen angeboten, mit einem 11-Zoll-Bildschirm oder mit einem 12,9-Zoll-Display. Wie immer gibt es sie ausschließlich mit WLAN oder auch mit Mobilfunk (LTE). Die Geräte kosten zwischen knapp 880 Euro und knapp 1270 Euro. Sie sollen trotz der widrigen Umstände mit wochenlang reduzierter Kapazität in den Produktionsstätten in China ab kommender Woche im Handel verfügbar sein. Die Apple Stores sind derzeit allerdings wegen der Coronavirus-Krise vorläufig geschlossen.

MacBook Air mit besserer Tastatur

Neben den neuen Pro-Tablets bringt Apple außerdem ein verbessertes MacBook Air in den Handel. Das wichtigste Merkmal ist das neue Magic-Keyboard. Denn im Vorgänger-Modell und anderen Apple-Laptops ist eine Tastatur verbaut, die sehr fehleranfällig ist, weswegen Apple sogar ein kostenloses Reparatur-Programm starten musste. Außerdem ist das jüngste MacBook Air mit einem stärkeren Chip ausgestattet und bietet in der einfachsten Variante jetzt 256 statt 128 Megabyte SSD-Speicher.

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Beim neuen MacBook Air sollte die Tastatur nicht so schnell streiken wie beim Vorgänger.

(Foto: Apple)

Auch beim neuen MacBook Air gibt es offenbar bisher keine Lieferengpässe. Die günstigste Variante kostet 1200 Euro und kann ab sofort online bestellt werden. Ab der kommenden Woche soll Apples neuer Laptop im Handel verfügbar sein.

Kein iPhone SE 2 in Sicht

Lange Zeit gingen Experten davon aus, dass Apple im März auch einen Nachfolger des iPhone SE 2 vorstellen wird. Doch bereits Ende Januar mehrten sich Berichte, wonach die Massenproduktion wegen der Coronavirus-Epidemie in China nicht rechtzeitig anlaufen könnte. Möglicherweise stellt Apple das Gerät in einer eigenen Pressemitteilung doch noch im Laufe des Monats vor. Bisher hieß es, Apple könnte das iPhone SE 2 am 31. März präsentieren und am 3. April in den Handel bringen. Es gibt allerdings auch Gerüchte, wonach Apple die Massenfertigung wegen der Corona-Krise ins zweite Jahresquartal verschoben hat.

Quelle: ntv.de, kwe/dpa