Technik

Coronavirus bedroht Fertigung Kommt das iPhone SE 2 später?

iPhone-8.jpg

Der iPhone-SE-Nachfolger soll wie ein iPhone 8 aussehen.

(Foto: Apple)

Eigentlich soll im Februar die Massenproduktion des iPhone-SE-Nachfolgers beginnen. Doch möglicherweise muss Apple umplanen, da die Coronavirus-Epidemie die chinesischen Fabriken auszubremsen droht.

Bisher sprachen alle Zeichen dafür, dass Apple im März nach vier Jahren endlich den heiß ersehnten Nachfolger des iPhone SE vorstellen wird. Zuletzt deckten sich Prognosen und Berichte, wonach die Massenproduktion des Geräts im Februar anlaufen soll. Doch die jüngste Entwicklung in China wegen des sich rasch ausbreitenden Coronavirus könnte Apple einen Strich durch die Rechnung machen, berichtet "Bloomberg".

Fast alle iPhones würden in China hergestellt, so der Finanznachrichtendienst, vor allem von Foxconn-Fabriken in Zhengzhou und von Pegatron-Anlagen nahe Shanghai. Beide Standorte befänden sich zwar rund 500 Kilometer vom Seuchenherd Wuhan in der Provinz Hubei entfernt. Doch diese Distanz dürfte die Fabriken nicht vor den Auswirkungen der Epidemie schützen, so "Bloomberg". Selbst wenn vor Ort die Produktion normal ablaufen könnte, sei es doch unwahrscheinlich, dass es keine Probleme in der Lieferkette gäbe, sagte ein Analyst dem Dienst. Jede Verzögerung bei der Versorgung mit Rohstoffen, der Herstellung, der Montage, den Tests oder beim Transport bedeute eine Verzögerung.

*Datenschutz

Cook bleibt locker

Ähnliche Probleme - allerdings für die Produktion aller iPhones - sieht "Nikkei Asian Review". Die wichtigsten Produktionsstätten befänden sich in den Provinzen Henan und Guangdong, wo es bereits Dutzende bestätigte Fälle gäbe, schreibt die Wirtschaftszeitung. Ähnlich sehe es in Shanghai aus. Britische und US-Wissenschaftler befürchten, dass die Anzahl der Infizierten in China bis zum 4. Februar auf mehr als 190.000 Menschen anwachsen könnte.

Foxconn widerspricht den Befürchtungen, die Epidemie könnte die iPhone-Produktionen ausbremsen. Man habe Maßnahmen getroffen, um allen Verpflichtungen nachzukommen, teilte das Unternehmen "Reuters" in einer Stellungnahme mit. Apple-Chef Tim Cook sagte der Agentur, man beobachte die Entwicklung sehr genau. Apple habe Ausrüster im Wuhan-Gebiet, aber es gäbe Alternativen. Verzögerungen schließt er aber nicht aus. Nach dem chinesischen Neujahr seien die Fabriken ohnehin bis 10. Februar geschlossen und man habe eine verspätete Wiederaufnahme der Fertigung auch schon in die längerfristige Umsatzprognose eingepreist, sagte Cook.

Quelle: ntv.de, kwe