Technik

WLAN-Speaker von Harman Kardon Citation One ist ein kleines Bass-Monster

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Der Harman Kardon Citation One hat für seine Größe mächtig viel Bass.

(Foto: kwe)

Harman Kardon tritt mit seinem Mutiroom-System Citation gegen Platzhirsch Sonos an. n-tv.de hat den kleinsten Lautsprecher der Serie getestet und ist beeindruckt, wie viel Bass er produziert. Manchmal übertreibt es der gute Citation One aber auch.

Der Markt für smarte WLAN-Lautsprecher wächst rasant und kein großer Hersteller kann es sich noch leisten, kein entsprechendes System anzubieten. So sitzt jetzt auch Harman Kardon Multiroom-Pionier Sonos mit seinen Citation-Speakern im Nacken. n-tv.de hat den kleinsten Lautsprecher der Serie ausprobiert, den Citation One. Wie der Name schon vermuten lässt, ist er der direkte Konkurrent des Sonos One und kostet mit rund 200 Euro auch fast ebenso viel. Zum Glück ist er aber keine Kopie, sondern so unterschiedlich, dass Käufer eine echte Wahl haben.

Passt zu Google Home

Optisch hat sich Harman Kardon an den allgemeinen Trend zu schlichten Grundkörpern mit Gewebe-Bespannung angeschlossen. Damit passt der graue Test-Lautsprecher auch prima zu Googles Home-Serie, was wohl kein Zufall ist, schließlich ist der Google-Assistent an Bord. Es gibt die Lautsprecher-Serie aber auch in Schwarz.

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Der Citation One neben einem Sonos One.

(Foto: kwe)

Über die Google-Home-App ist die Einrichtung einfach und schnell durchgeführt. Länger als zwei Minuten braucht man kaum bis der typische Ton erklingt, der die Bereitschaft des Lautsprechers anzeigt. Wichtig dabei ist aber, dass er guten WLAN-Empfang hat, einen Ethernet-Eingang für LAN-Kabel sucht man vergeblich.

Ganz schön viel Bass

Obwohl der Harman Kardon Citation One ein ganzes Stückchen größer als der Sonos One ist, ist man doch erstmal ziemlich erstaunt, wie kräftig sein Bass ist. Er kann es zwar nicht ganz mit dem Google Home Max aufnehmen, lässt den Tiefgang des Sonos One im Vergleich aber recht flach wirken.

Zum Glück hat Harman Kardon nicht nur den Bass aufgepumpt, um schlichten Audio-Gemütern zu imponieren. Die breiten und wohldefinierten Mitten gehen nicht unter und klare Höhen halten am anderen Frequenz-Ende die Balance. Insgesamt ist der Klang aber deutlich wärmer und wesentlich bassbetonter als bei Sonos und man vermisst ein bisschen die Offenheit des kleineren Konkurrenten.

Equalizer wäre nicht schlecht

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Auf der Oberseite hat der Lautsprecher zwei Mikrofone und eine Touch-Steuerung.

(Foto: kwe)

Ein Equalizer würde dem Lautsprecher guttun, aber den gibt’s in der Home-App nur für Googles eigene Speaker. Hat das Smartphone eine entsprechende Anwendung an Bord, hilft dies auch nur, wenn man Musik via Bluetooth abspielt. Beim Streaming über Spotify Connect beispielsweise kann man den Klang nicht anpassen.

So schießt der Citation One bei Songs, die ohnehin schon viel Bass haben, manchmal übers Ziel hinaus und neigt bei hohen Lautstärken zum Wummern. Das heißt, der Speaker selbst kann das eigentlich wegstecken, aber oft nicht die Umgebung. Wenn er wie bei n-tv.de auf einer Mamorplatte oder ähnlich geeigneten Untergründen platziert wird, klingt der Citation One prima.

Gelungene Spracherkennung

Sehr gelungen ist die Spracherkennung. Die beiden Mikrofone in der Oberseite hören Kommandos auch noch bei erhöhter Lautstärke auf fünf Meter Entfernung, ohne dass man schreien muss.

Insgesamt ist der Citation One vor allen für Freunde des gehobenen Basses eine interessante Alternative zum Sonos One, so lange man mit dem Zwang zu Google Home kein Problem hat. Eine eigene App wie Sonos hat Harman Kardon bisher nicht. Mit einem integrierten Equalizer wäre so eine Anwendung das i-Tüpfelchen auf einem sonst gelungenen Multiroom-Einstieg.

Quelle: n-tv.de

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