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Für die Zukunft nicht gerüstet Das iPhone 11 kann man überspringen

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So stellt sich Designer Ben Geskin (@Ben Geskin) das 2020er-iPhone vor.

(Foto: @BenGeskin X @smazizg)

Wer ein iPhone langfristig nutzen möchte, sollte die 2019er-Generation wohl besser überspringen. Denn wahrscheinlich sind die Geräte erst im kommenden Jahr für die mobile Zukunft gerüstet.

Ein großer Vorteil von iPhones gegenüber den Android-Konkurrenten ist, dass Apple ihr Betriebssystem bis zu fünf Jahre aktuell hält. Sparsame und nachhaltig denkende Nutzer kaufen daher erst wieder ein neues Gerät, wenn ihr Smartphone kein iOS-Update mehr erhält. Das sollten sie aber vielleicht besser nicht in diesem Jahr tun, denn die kommende iPhone-Generation ist höchstwahrscheinlich nicht gut genug für die Zukunft gerüstet.

5G kommt langsam, aber sicher

Weil Apple einen jahrelangen Patentstreit mit dem Chip-Hersteller Qualcomm erst im April beilegte, werden seine Smartphones im September nämlich voraussichtlich noch nicht den neuen Mobilfunkstandard 5G unterstützen. Ausrüster Intel plante ursprünglich zwar, rechtzeitig ein entsprechendes Modem liefern zu können, hat es aber letztendlich nicht geschafft. Erst im kommenden Jahr sollen alle iPhones 5G-fähig sein. Apple wird dabei sowohl Bauteile von Qualcomm als auch von Intel verwenden, dessen Modem-Sparte das Unternehmen kürzlich für eine Milliarde Dollar gekauft hat.

Auch wenn 5G in diesem und wohl auch im kommenden Jahr noch keine größere Rolle spielen wird, sollten sich Apple-Kunden gut überlegen, ein 2019er-iPhone zu kaufen. Denn wenn sie das Gerät länger nutzen möchten, werden sie dies nur in LTE-Netzen tun können. Wie schnell der 5G-Ausbau in Deutschland tatsächlich vorangehen wird, ist noch nicht wirklich vorhersehbar, ab 2021 sollten aber zumindest in großen Ballungszentren einige flächendeckende Netze gespannt sein. 2022 könnte dem Ericsson Mobility Report zufolge dann die 5G-Post richtig abgehen.

Die Notch soll erst 2021 verschwinden

Auch sonst hat die kommende iPhone-Generation wohl wenig Neues zu bieten. Mehr als ein stärkeres Innenleben, eine Dreifach-Kamera im quadratischen Buckel, größere Ausdauer und vielleicht eine etwas kleinere Notch als bei den aktuellen Geräten darf man nicht erwarten. 2020 werden die iPhones zwar voraussichtlich auch keine revolutionären Neuheiten bieten. Aber der anerkannte Apple-Kenner Ming-Chi Kuo erwartet neben der 5G-Fähigkeit unter anderem, dass auch das günstigere Modell dann mit einem OLED-Display ausgestattet sein wird.

Wer ein jüngeres iPhone hat, sollte vielleicht auch gleich bis 2021 mit einem Neukauf warten. Kuo prophezeit einem Artikel der "China Times" zufolge, dass dann alle drei iPhones keine Notch mehr haben werden. Stattdessen soll die True-Depth-Kamera dann durch den Bildschirm blicken können. Zusätzlich sollen die Geräte über die gesamte Display-Fläche hinweg Fingerabdrücke erkennen können.

Quelle: n-tv.de, kwe

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