Technik

iOS 13 befreit NFC Das iPhone wird zum Personalausweis

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Ab Herbst kann man sich wahrscheinlich auch mit dem iPhone online ausweisen.

(Foto: BIM)

Weil Apple mit iOS 13 die NFC-Schnittstelle für Drittentwickler öffnet, können voraussichtlich ab Herbst auch iPhones genutzt werden, um sich online auszuweisen. In die Wallet wandert der Personalausweis allerdings nicht.

Die AusweisApp des Bundes gibt es zwar schon seit längerem für Android-Smartphones, aber bisher hat sich die praktische Funktion noch nicht so richtig durchsetzen können. Zum einen benötigt man dafür einen kompatiblen Personalausweis. Außerdem gibt es die App noch nicht für iPhones, da Apple Entwicklern bisher nicht erlaubt, die NFC-Schnittstelle der Geräte zu nutzen. Mit dem kommenden iOS 13 soll sich das ändern, das Bundesinnenministerium rechnet damit, dass die AusweisApp2 im Herbst im App Store zu finden sein wird.

Das Bundesministerium schreibt auf seiner Website, Deutschland begrüße den Schritt Apples, die NFC-Schnittstelle zu öffnen. "Damit können bald auch die Nutzerinnen und Nutzer von Apples mobilen Geräten von den digitalen hoheitlichen Anwendungen für Personalausweis, ePass und eVisum profitieren, zum Beispiel bei Personenkontrollen an internationalen Flughäfen. Deutschland und viele andere Staaten standen dazu seit Längerem mit Apple in Kontakt."

Einfache Nutzung

Die Funktion ist relativ einfach, auch wenn der Personalausweis nicht einfach in der Wallet gespeichert werden kann wie eine Kreditkarte. Bei jedem Online-Dienst, bei dem das Logo der Online-Ausweisfunktion zu sehen ist, kann man sich online ausweisen. Dabei handelt es sich um einen grünen und einen blauen Halbkreis in einem blauen Quadrat mit abgerundeten Ecken. Das Logo befindet sich auch auf der Rückseite des Personalausweises.

Ein Dienst, der das Logo führt, musste zuvor eine Berechtigung beim Bundesverwaltungsamt einholen, kann sich also quasi auch selbst ausweisen. Nutzt man die App, indem man das Smartphone mit dem NFC-Chip auf den Personalausweis legt, zeigt sie an, wer welche Daten auslesen möchte und man muss mit seiner persönlichen PIN zustimmen, bevor die Informationen übertragen werden.

Quelle: n-tv.de, kwe

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