Technik

Gute kosten weniger als 10 Euro Das sind die besten Strommessgeräte

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Günstige und gute Strommesser zahlen sich am schnellsten aus.

(Foto: picture alliance / dpa-tmn)

Mit Strommessgeräten kann man unkompliziert herausfinden, was die gierigsten Energiefresser im Haushalt sind. Stiftung Warentest testet 15 smarte und einfache Steckdosen-Wächter, die meisten davon sind sehr gut oder gut - auch ein Gerät, das weniger als zehn Euro kostet.

Wie viel Strom zieht eigentlich Ihr Fernseher im Standby-Modus? Wie viel kostet Sie die Kaffeemaschine, die zwischen zwei Tassen angeschaltet bleibt? In Zeiten immenser Energiepreise ist gut zu wissen, wie viel man verbraucht und welche Geräte man vielleicht mal eher ausschaltet. Strommessgeräte liefern diese Werte.

Stiftung Warentest hat 15 Modelle getestet und ist von der großen Mehrheit der Geräte überzeugt. Einmal vergaben die Prüfer die Note "sehr gut", zehnmal "gut", unter ihnen das günstigste Gerät im Test, das nur neun Euro kostet.

Standby kann teuer werden

Und der Preis vieler Geräte rechnet sich schnell, wenn man sich mit den gemessenen Werten auseinandersetzt, so die Warentester. Ihr Beispiel: Ein Küchenradio (5 Watt) und eine Stereoanlage (10 Watt) verursachen im Standby-Modus zusammen Stromkosten von etwa 45 Euro im Jahr (0,34 Euro pro Kilowattstunde).

Dabei handelt es sich aber offensichtlich um sehr alte Geräte. Denn gemäß der seit 2013 geltenden Ökodesign-Richtlinie der EU dürfen Radio, Fernseher & Co. im Standby-Betrieb nicht mehr als 0,5 Watt verbrauchen. Wenn sie über eine Informationsanzeige verfügen, beispielsweise für die Uhrzeit, ist ein Watt erlaubt.

Trotzdem können Geräte im Standby teuer werden: Im Durchschnitt sind es laut co2online in einem Drei-Personen-Haushalt rund 8 Prozent beziehungsweise rund 360 kWh pro Jahr. Das entspricht einem Einsparungspotenzial von etwa 130 Euro.

Gut für das Verständnis können Messgeräte sein, die nicht nur den Verbrauch angeben, sondern auch noch die Ausgaben in Euro berechnen. An Angaben auf der Verpackung einiger Geräte, dass diese für die Messung niedriger Leistungen nicht ausgelegt sind, muss man sich nicht stören. In der Praxis sei das "kein großes Problem", heißt es im Testbericht. Standby-Werte unter 0,5 Watt fallen laut Stiftung Warentest kaum ins Gewicht. Und in der Leistungsmessung über 2 Watt seien die meisten Geräte gut bis sehr gut.

Smarte Geräte sind mehr als Strommessgeräte

Die Strommessgeräte werden zwischen den Stecker des Gerätes und der Steckdose installiert - sind also eine Art Zwischen-Steckdose. Herkömmliche Modelle können nur den Stromverbrauch messen. Daneben gibt es smarte Steckdosen, die man per Smartphone-App oder Computer auch aus der Ferne steuern kann. Die Strommessung ist bei ihnen eigentlich nur ein Extra.

Da die vernetzten Geräte teuer sind, lohnt es sich kaum, sie nur zur Strommessung anzuschaffen. Außerdem kann es für ihren Betrieb technische Voraussetzungen geben, etwa einen Router des Anbieters oder eine App für ein bestimmtes Betriebssystem. Testsieger AVM Fritz!Dect 200 (Note 1,5 / 78,50 Euro) funktioniert beispielsweise nur mit einem Fritzbox-Router des Herstellers.

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Teuer heißt nicht unbedingt besser

Bei den klassischen Strommessgeräten schnitt am besten der NZR Standby Energy-Monitor SEM 16+ USB (Note 1,7), der allerdings mit 193 Euro extrem teuer ist. Die gleiche Gesamtnote mit nur etwas weniger exakten Messwerten erreichte der REV Energie-Messgerät Control Line, der 17 Euro kostet. Der günstigste gute Strommesser ist der Digitale Energiekosten-Messer von Revolt (Note 1,5), den man schon für weniger als 10 Euro bekommen kann.

Quelle: ntv.de, kwe/dpa

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