Technik
Hätten Sie's erkannt? Diese Anmeldeseite ist eine Fälschung.
Hätten Sie's erkannt? Diese Anmeldeseite ist eine Fälschung.(Foto: Polizei Niedersachsen)
Donnerstag, 08. Februar 2018

Vorsicht, täuschend echt!: Fiese Betrüger fischen nach Apple-ID

Betrüger wollen an die Zugangsdaten von Apple-Nutzern kommen. Die gefälschten Rechnungen sind kaum als Fake zu erkennen und die angebliche Anmeldeseite ist täuschend echt. Eine Vorsichtsmaßnahme sollten alle Nutzer ergreifen.

Betrügerische E-Mails, mit denen Bösewichte die persönlichen Daten ihrer Opfer abgreifen wollen, sind an der Tagesordnung und eigentlich kaum eine Meldung wert. Viele dieser Phishing-Mails sind oft so stümperhaft formuliert oder ihr Betreff ist so abwegig, dass sie sich im Nu selbst enttarnen. Viele E-Mail-Dienste sortieren sie auch so effektiv aus, dass der Nutzer kaum etwas von ihnen mitbekommt. Hin und wieder gibt es dann aber doch täuschend echte Mails, die eine echte Gefahr darstellen, weil den Verfassern auch erfahrene Netznutzer auf den Leim gehen.

Zum Beispiel so sieht eine der gefälschten Rechnungen aus, vor denen die Polizei warnt.
Zum Beispiel so sieht eine der gefälschten Rechnungen aus, vor denen die Polizei warnt.(Foto: Polizei Niedersachen)

Vor einer solchen Fake-Mail warnt jetzt die Polizei Niedersachsen auf ihrer Website. Mit gefälschten Abo-Rechnungen für Musik-Dienste zielten die Täter auf die Apple-ID ihrer Opfer ab, warnt die Behörde. Die Rechnung ähnelten den Zahlungsbestätigungen, die Apple-Nutzer sonst nach dem Kauf von Apps oder nach Abo-Abrechnungen bekämen, und sähen täuschend echt aus - auch wenn sich bei eingehender Prüfung eindeutige Zeichen für einen Betrug finden lassen, zum Beispiel holprige Formulierungen oder kleine, aber verräterische Rechtschreibfehler.

Nicht auf den Link klicken

In den gefälschten Dokumenten wird zum Beispiel die Verlängerung eines Abos bei einem Musikstreaming-Dienst wie Deezer oder Soundcloud behauptet. Eine angehängte PDF-Datei enthalte alle Informationen, darunter auch die Möglichkeit, die Bestellung zu stornieren, falls es sich um einen Irrtum handele.

Hier müssen Nutzer vorsichtig sein, denn wer das PDF öffnet, steckt schon mit einem Bein in der Falle. Der Link aus dem PDF oder der Mail führt zu einer laut Polizei Niedersachsen "perfekt gefälschten Website", die der Original-Website von Apple zum Verwechseln ähnlich sieht. Bemerkt man die Fälschung nicht und gibt seine Daten ein, haben die Betrüger ihr Ziel erreicht.

Betroffene sollten umgehend Kontakt mit dem Apple-Support aufnehmen und ihre Zugangsdaten schnell ändern. Unabhängig vom aktuellen Fall lohnt es sich zudem immer, die Zweifaktor-Authentifizierung zu aktivieren, denn dann haben Betrüger keine Chance, sich mit den gekaperten Daten ins Konto einzuloggen.

Quelle: n-tv.de