Technik

WLAN-Erweiterung für Fritzbox Fritz-Repeater 3000 gibt richtig Gas

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Der Fritz-Repeater 3000 ist ein mächtiger WLAN-Verstärker für die Fritzbox.

(Foto: kwe)

Der neue Fritz-Repeater 3000 ist der bisher leistungsfähigste WLAN-Verstärker für die Fritzbox. Er ermöglicht mit einem zusätzlichen Funkkanal für die Mesh-Kommunikation auch in entfernten Ecken der Wohnung noch hohe Datenraten.

Mit dem Fritz-Repeater 3000 macht der Hersteller AVM einen wichtigen Schritt beim Ausbau von Mesh-Systemen. Denn der WLAN-Verstärker nutzt für die Kommunikation mit der Fritzbox einen eigenen Kanal, wodurch die Datenübertragung bei verbundenen Geräten nicht ausgebremst wird. Im Praxistest von n-tv.de hat sich gezeigt, dass der Fritz-Repeater 3000 so auch in weiter entfernten Ecken einer Wohnung noch richtig Gas geben kann. Außerdem unterstützt er die neuesten WLAN- und Verschlüsselungsstandards und hat zwei Gigabit-LAN-Anschlüsse.

Standgerät mit Strippe

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Über die Gigabit-Anschlüsse an der Rückseite kann man auch Geräte ohne eigene Funkverbindung ins WLAN-Netzwerk einbinden.

(Foto: kwe)

Dass das Gerät etwas Besonderes ist, sieht man schon an seinem Gehäuse. Es sieht nicht wie die anderen Fritz-Repeater aus, die ein rechteckiges Gehäuse haben und direkt an einer Steckdose Platz finden. Der 3000er steht wie die AVM-LTE-Router aufrecht auf zwei gespreizten Beinen und hängt an einem externen Netzteil mit einem 1,50 Meter langen Kabel. Das hat den Vorteil, dass man leichter einen guten Standort finden kann.

Die Inbetriebnahme ist wie bei Fritzbox-Zubehör üblich, sehr einfach: einstecken, Tasten an Repeater und Fritzbox drücken und im Handumdrehen ist der Repeater eingebunden. Wenn das Gerät gut positioniert ist, leuchtet die WLAN-LED grün, wenn nicht, orange. Genauer kann man mit der Fritz-App WLAN arbeiten. Hier zeigt eine Linie mit einem Verlauf an, ob man noch ein bisschen näher an die Fritzbox ran muss oder den Repeater noch etwas weiter entfernt platzieren kann.

Hohe Reichweite und Datenraten

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Alles im grünen Bereich.

(Foto: kwe)

Im Test mit einer Fritzbox Cable 6590 war der WLAN-Verstärker durch zwei massive Wände hindurch noch bei knapp 20 Metern Entfernung im grünen Bereich. Mit einer Fritzbox 7580 waren bei gleicher Distanz vier Rigips-Wände kein Problem.

Die gemessenen Geschwindigkeiten waren dabei beachtlich. Im Verbund mit der Fritzbox Cable betrugen die Übertragungsraten durchschnittlich etwa 315 Megabit pro Sekunde (Mbit/s), der Test mit der Fritzbox 7580 ergab durchschnittlich knapp 345 Mbit/s. Die 5-Gigahertz-Verbindung zwischen WLAN-Geräten und Repeater blieb im Umkreis von 20 Metern stabil. Bei einem Wechsel ins 2,4-Gigahertzband sank die Datenrate auf Werte um 120 Mbit/s. Auch damit kann man zufrieden sein, denn die Verbindung ist stabil. Für 4K-Streaming von Videodiensten benötigt man beispielsweise kaum 20 Mbit/s.

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Starke Werte ohne große Schwankungen.

(Foto: kwe)

n-tv.de hat die Übertragungsraten mit einem Macbook Pro (2016) und einem Huawei Mate 20 Pro gemessen. Der Kanal für die Verbindung zwischen Repeater und Fritzbox wurde manuell eingestellt, um ihn von den für WLAN-Geräte genutzten Frequenzen zu trennen. Nach einem Firmware-Update wird dies automatisch geschehen.

Weil das WLAN des Repeaters ebenfalls sehr weit reicht, kann man mit einem einzelnen Gerät auch große Wohnungen versorgen. Es ist aber auch möglich, mit mehreren 3000ern ein noch größeres Mesh-Netzwerk zu spannen, ohne mit größeren Tempoverlusten zu kämpfen, da alle zusammengeschlossenen Geräte für die Kommunikation das gesonderte Frequenzband nutzen.

Teuer, aber es lohnt sich

Mit rund 130 Euro ist der Fritz-Repeater 3000 nicht nur der stärkste WLAN-Verstärker aus dem Hause AVM, sondern auch der teuerste. Die Investition kann sich aber bezahlt machen, wenn man eine aktuelle Fritzbox hat, die seine Leistungsfähigkeit ausreizen kann. Außerdem spart man sich unter Umständen ein weiteres Gerät, da man schon mit einem 3000er schon einen großen Bereich abdecken kann.

Quelle: n-tv.de

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