Technik

Acer-Beamer H5360BDGroßes 3D-Kino fürs Wohnzimmer

04.05.2011, 12:10 Uhr
imageVon Klaus Wedekind

3D-Kino im Wohnzimmer war bisher ein teurer Spaß. Doch jetzt gibt es Beamer, die schon für relativ wenig Geld der Leinwand eine dritte Dimension geben. Acers H5360BD kostet nur 700 Euro. Lohnt sich der Kauf?

Acer-H5360BD
Der Acer H5360BD verbraucht 250 Watt Strom. (Foto: Acer)

Auf kleinen Flächen macht 3D nicht wirklich Spaß. Um richtig in die dritte Dimension eintauchen zu können, muss das Bild schon mindestens zwei Meter breit sein. Fernseher in dieser Größe sind unverschämt teuer. Auch 3D-Beamer, die sogar ein weit größeres Kinoerlebnis bieten, kosten gewöhnlich ein kleines Vermögen. Doch jetzt drückt Acer mit dem H5360BD kräftig auf den Preis, nur 700 Euro kostet der 3D-Projektor.

Theoretisch ist der Beamer in der Lage, ein 300 Zoll großes Bild zu erzeugen, was einer Diagonalen von 7,62 Metern entspricht. Um realistisch zu bleiben, wurde im Test die Projektion auf 100 Zoll (2,54 Meter) eingestellt. Als Player kam eine Playstation 3 zum Einsatz, was den großen Vorteil hatte, dass auch ein 3D-Spiel ausprobiert werden konnte.

Ein guter erster Eindruck

Auch wenn man so etwas nicht tun soll, blieb die CD mit dem Handbuch in der Hülle. Es ist für den Acer H5360BD aber auch wirklich nicht nötig: einfach per HDMI-Kabel angeschlossen, im Menü die 3D-Funktion aktiviert und auf die Leinwand gerichtet. Der erste Eindruck ist gut.

Die 2500 ANSI Lumen des Beamers werfen auch in leicht abgedunkelten Räumen ein helles, sehr klares und brillantes Bild an die Wand. Das Kontrastverhältnis beträgt 3200:1. Ein wenig Abstand sollte der Betrachter zur Leinwand halten. Denn der Beamer ist nur HD-Ready, was einer Auflösung von 1280 x 720 Bildpunkten entspricht. Inhalte in Full-HD (1920 x 1080) gibt der Acer komprimiert wieder. Bedenkt man allerdings, dass 1080p-Beamer locker mal ein paar Tausend Euro kosten, sind 720p nur eine kleine Einschränkung.

Mit aktiver Shutter-Brille auf der Nase hat man mit dem Acer H5360BD ein wirklich beeindruckendes 3D-Erlebnis, was den Tester sogar für eine Weile vergessen ließ, dass er "Avatar" schon vier Mal gesehen hat. In stillen Momenten fiel angenehm auf, dass der Beamer sehr leise ist. Dies soll laut Acer an einer besonders effizienten Ausleuchtung liegen, die auch zu einer längeren Lebensdauer der Lampe führen soll. Bis zu 5000 Stunden gibt Acer an. Wer keine Projektor-Leinwand hat und das Bild einfach an die Wand wirft, kann Farbstiche automatisch ausgleichen lassen.

Spielern tränen die Augen

Interessant ist der Acer H5360BD vor allem auch für Gamer, da praktisch alle aktuellen Blockbuster in 3D spielbar sind. Der Test-Beamer bekam es mit "Killzone 3" zu tun und ließ Aschepartikel und Trümmerstücke dem Spieler richtig schön um die Ohren fliegen. Während der Beamer beim 3D-Spiel keine Schwäche zeigte, tränten dem Tester nach einer Stunde die Augen. Das aber liegt nicht am Beamer, sondern daran, dass 3D-Spiele allgemein ziemlich anstrengend sind.

Alles in allem ist der Acer H5360BD für alle, die mit HD-Ready leben können, ein günstiger Einstieg in die 3D-Welt. Wer mit dem Beamer liebäugelt, sollte mit dem Kauf aber vielleicht noch etwas warten. Denn der Preis für das Gerät, das erst seit April zu haben ist, könnte in den kommenden Monaten noch fallen.