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Was ist neu? Großes Windows-10-Update ist da

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"Ihr Smartphone" synchronisiert automatisch Fotos, die mit einem angemeldeten Android-Handy gemacht werden.

(Foto: kwe)

Ab sofort können Windows-10-Nutzer das große Oktober-Update installieren. Es bringt neben vielen kleinen und großen Verbesserungen auch einige praktische neue Funktionen auf die Computer.

Microsoft hat das Oktober-Update für Windows 10 veröffentlicht. Um es zu erhalten, müssen Nutzer, die automatische Updates aktiviert haben, nur abwarten, bis ein entsprechender Hinweis angezeigt wird, dass es zur Installation bereit steht. Wenn man ungeduldig ist, geht man in den Einstellungen unter Update und Sicherheit zu Windows Update und wählt Nach Updates suchen aus. Die Aktualisierung bringt viele kleine und große Verbesserungen, aber auch ein paar völlig neue Funktionen. Hier die interessantesten Veränderungen:

Verbindung zum Smartphone

- Nach dem Oktober-Update können Nutzer auch ihr iPhone oder ein Android-Smartphone mit dem Windows-10-Computer verbinden. Dafür findet man auf dem Rechner die App "Ihr Smartphone". Aktuell ist die Funktion aber noch etwas mager ausgestaltet. Auf Android-Handys mit der installierten App Ihr Begleiter für Telefon kann man bisher lediglich Fotos, bei iPhones mit installiertem Edge-Browser Webseiten synchronisieren.

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Das Snipping Tool heißt jetzt Ausschneiden und skizzieren.

(Foto: kwe)

- Die mit dem April-Update eingeführte Timeline kommt jetzt auch aufs Smartphone. Die Funktion erlaubt es Nutzern, schnell zu Inhalten zurückkehren, die sie in der Vergangenheit geöffnet haben. Das können beispielsweise Webseiten, ein Dokument, ein Artikel, eine Playlist oder eine Aufgabe sein. Zunächst steht die Timeline allerdings nur Android-Nutzern mit installiertem Microsoft Launcher in einer Vorab-Version zur Verfügung, für iPhones soll die Funktion "bald" folgen.

Praktischer Zwischenablage-Verlauf

- Über die Microsoft-Cloud ist es künftig möglich, in die Zwischenablage kopierten Text (Strg + C) für alle angemeldeten Geräte zu synchronisieren. Dabei kann man entscheiden, ob dies automatisch erfolgen soll oder ob man Inhalte vorher aussuchen möchte. Dazu kann man den Zwischenablage-Verlauf mit der Tastenkombination Windows-Logo + V öffnen. Die Funktion ist auch ohne Cloud-Synchronisierung enorm praktisch, wenn man mehrere Texte für die spätere Verwendung speichern möchte. Besonders wichtige Inhalte kann man im Zwischenablage-Verlauf anpinnen.

- Das Screenshot-Werkzeug "Snipping Tool" wird durch "Ausschneiden und skizzieren" ersetzt. Es bietet im Prinzip die gleichen Funktionen, man kann Bildschirminhalte rechteckig, im Vollbild oder frei ausschneiden und danach beschriften und bearbeiten. "Ausschneiden und skizzieren" hat aber ein moderneres Design, das viel besser zu Windows 10 passt. Man kann die Funktion jetzt außerdem über die Druck-Taste starten, nachdem man dies in den Einstellungen unter Tastatur aktiviert hat. Ebenso kann man festlegen, dass der Eingabestift "Ausschneiden und skizzieren" mit einem Tastendruck öffnet. Und schließlich gibt's jetzt im Aktionscenter die Schnellauswahl "Bildschirmausschnitt".

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Auch der Datei-Explorer hat jetzt einen Dunkelmodus.

(Foto: kwe)

- Wenn man in Windows 10 den Standard-App-Modus in den Einstellungen unter Personalisierung  - Farben auf "dunkel" stellt, passt sich jetzt auch der Windows Explorer an und färbt seinen Hintergrund schwarz.

Stark verbessertes Edge-Menü

- Wie bei vorangegangenen großen Updates hat Microsoft auch diesmal seinem Edge-Browser viel Aufmerksamkeit gewidmet. Es gibt viele kleine Änderungen und Verbesserungen, die meisten davon nicht sichtbar. Auffallend ist vor allem das veränderte Menü für die Einstellungen. Unter anderem gibt es eine neue Ordnung, ein aufgeräumtes Design mit Symbolen und man kann die Symbolleiste seinen Bedürfnissen anpassen. Interessant ist auch, dass man die automatische Wiedergabe von Videos blockieren oder auf tonlos stellen kann.

- Die Suche im Cortana-Fenster liefert nach dem Update umfangreichere Ergebnisse und man kann nicht nur sofort auf Apps, Dokumente oder Web-Ergebnisse zugreifen, man kann die Suche auch auf Fotos und Einstellungen begrenzen. Es öffnet sich jetzt direkt eine Vorschau mit den Ergebnissen der Browser-Suchmaschine Bing, falls keine passenden Verknüpfungen, Einstellungen oder Ordner auf dem Computer gefunden werden. Bei Treffern auf dem System sieht man Schnellzugriffe, beispielsweise auf die App-Einstellungen.

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Mit Unicode 11 wurden viele neue Emojis eingeführt, die Windows-10-Nutzer mit dem Oktober-Update erhalten.

(Foto: Microsoft)

Neue Emojis

- Mit dem Oktober-Update kommen insgesamt 157 neue Emojis auf Windows-Rechner. In Zukunft können Chat-Partner sich zum Beispiel per Symbol verraten, ob ihnen heiß ist oder sie sich benebelt fühlen. Es gibt Mücken, Hummer, Mikroben, Cupcakes, Ziegelsteine, Piratenflaggen und eine Petrischale. Für Diversität sorgen unter anderem eine rothaarige Frau mit heller Haut, ein dunkelhäutiger Mann mit Afro und eine Superheldin mit rotem Umhang. Bei anderen Emojis hat Microsoft das Design verändert, beispielsweise sieht ein Laptop jetzt nicht mehr wie in den 90er Jahren aus.

- In Powerpoint oder Word wurde die Texterkennung bei handschriftlichen Notizen mit einem Eingabe-Stift verbessert. Office-365-Nutzer können jetzt beispielsweise eine Liste aufschreiben, die Microsofts KI automatisch in Form bringt. Außerdem gibt es jetzt integrierte 3D-Animationen. Die Funktionen stehen teilweise nicht sofort, sondern erst im Laufe der kommenden Wochen zur Verfügung.

Ordner selbst benennen

- Wenn man im Start-Menü einen neuen Ordner erstellt, indem man Kacheln zusammenfügt, kann man ihn nach der Aktualisierung frei benennen.

- Die Suchfunktionen wurden in vielen Bereichen verbessert, besonders praktisch ist, dass man jetzt auch den Kalender durchsuchen kann.

- Skype erhält ein großes Update. Unter anderem ist es nun möglich, aus dem Edge-Browser oder dem Datei-Explorer direkt Inhalte mit Kontakten zu teilen. Außerdem kann man aus der App heraus direkt eine Aufgabe in To-Do erstellen, Gespräche aufzeichnen, private Konversationen mit Ende-zu-Ende-Verschlüsselung führen oder verschiedene Chat-Designs wählen.

- Der Eingabe-Stift kann jetzt auch in der To-Do-App genutzt werden, um Aufgaben einzutragen oder als erledigt durchzustreichen.

Quelle: n-tv.de

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