Technik

Vorsicht, Verletzungsgefahr! HP ruft Akkus wegen Brandgefahr zurück

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Auch einige Modelle aus HPs Probook-Familie sind von der Rückrufaktion betroffen.

(Foto: HP)

Samsung ist nicht der einzige Hersteller mit überhitzenden Akkus: Notebook-Hersteller HP ruft jetzt über 100.000 Geräte zurück, deren Akkus Feuer fangen können. Ob sie betroffen sind, können Kunden selbst testen.

Das Drama um Samsungs Pannen-Smartphone Galaxy Note 7, das in einigen Fällen Feuer fing, bestimmte im Herbst 2016 die Nachrichtenspalten der Technik-Presse. Was genau Schuld daran war, hat der Hersteller jetzt erklärt: fehlerhafte Akkus. Samsung wird sich eine derartige PR-Katastrophe so schnell nicht noch einmal erlauben, doch auch andere Hersteller haben mit Akku-Problemen zu kämpfen. Notebook-Hersteller HP rief bereits Mitte 2016 einige Geräte zurück, weil die Akkus in den Laptops zur Überhitzung neigten und im schlimmsten Fall schmolzen. Jetzt werden weitere Geräte zurückgerufen.

Bereits zweite Rückrufaktion

Im Juni 2016 waren es rund 41.000 Geräte, die HP im Zuge der Aktion zurückrief. Nun sind erneut rund 101.000 Geräte betroffen, bei denen die Akkus fehlerhaft sein könnten. Es herrsche akute Verletzungsgefahr durch Feuer und Verbrennung, warnt HP: "Die Rückrufaktion wurde um zusätzliche Akkus, die mit denselben Notebook-Produkten geliefert wurden, erweitert. Diese Akkus können überhitzen und Kunden einer Verletzungsgefahr durch Feuer und Verbrennung aussetzen."

Um welche Geräte es konkret geht, schreibt HP nicht. Betroffen seien die herausnehmbaren Akkus "bestimmter" HP-, Compaq-, HP-Envy-, Compaq-Presario- und HP-Pavilion-Notebooks, die weltweit im Zeitraum zwischen März 2013 und Oktober 2016 verkauft wurden. Außerdem können die gefährlichen Batterien auch "als Zubehör oder Ersatzteile verkauft oder vom Kundendienst als Ersatzteil bereitgestellt" worden sein.

Akkus sofort herausnehmen

Nutzer, die eines der betroffenen Notebooks besitzen und bereits im Sommer 2016 geprüft hatten, ob ihr Modell betroffen ist, müssen dies nun erneut tun, warnt HP. Sicher seien nur die Kunden, die bereits bei der ersten Rückrufaktion einen Ersatzakku erhalten haben. Betroffene Akkus dürfen nicht weiter genutzt werden. Kunden können jedoch ihr Notebook weiter ohne Akku nutzen, indem sie es dauerhaft an externe Stromversorgung anschließen, schlägt HP vor.

Der Hersteller benachrichtige betroffene Kunden und tausche jeden verifizierten und qualifizierten Akku kostenlos aus, heißt es auf der offiziellen Website von HP. Wer auf Nummer Sicher gehen und selbst überprüfen möchte, ob sein Notebook betroffen ist, kann das auf der gleichen Seite tun - Kunden bietet HP entweder ein Validierungsprogramm zum Herunterladen oder einen manuellen Prozess, bei dem alle Daten händisch eingegeben werden.

Quelle: ntv.de, jwa