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Besser als Samsung Galaxy Fold? Huawei stellt aufregendes Falt-Smartphone Mate X vor

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Das Huawei Mate X ist ein spannendes Gerät.

(Foto: kwe)

Wenige Tage nachdem Samsung das Galaxy Fold vorgestellt hat, präsentiert Huawei in Barcelona sein Falt-Smartphone Mate X. Bei ihm biegt sich das Display mutig um die Außenseite und das Gerät hat wohl bereits die spektakuläre Vierfach-Kamera des kommenden Huawei P30. Der Zweikampf ist eröffnet!

Samsung mag zwar das erste wirklich marktreife Falt-Smartphone vorgestellt haben, doch das Galaxy Fold hat bereits einen ernsthaften Herausforderer, der vielleicht das bessere Gesamtkonzept zu bieten hat: Huawei hat zum Auftakt des Mobile World Congress (MWC) in Barcelona das Mate X vorgestellt.

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Der fast quadratische Bildschirm hat nur einen sehr schmalen Rand.

(Foto: kwe)

Die Chinesen wählten wie in den vergangenen Jahren den italienischen Pavillon auf dem alten Messegelände am Montjuïc aus, der inzwischen viel zu klein ist. Drinnen drängten sich die Gäste in stickiger Luft, draußen standen die Zurückgewiesenen in frischer Luft beim Publicviewing vor einer Großleinwand. Der große Andrang war berechtigt, das Mate X ist ein aufregendes Gerät.

Raffinierte Konstruktion

Im Gegensatz zum Galaxy Fold, das wie ein Buch zusammenklappt wird, biegt sich beim chinesischen Herausforderer das Display um die Außenseite, der daher auch kein Extra-Panel benötigt. Im geschlossenen Zustand ist das Mate X ein nur 11 Millimeter dickes Smartphone mit einem 6,6 Zoll großem Display im Seitenverhältnis 19,5:9 und einer hohen Auflösung von 2486 x 1148 Pixeln.

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Zusammengeklappt wird es fats wie ein normales Smartphone bedient.

(Foto: kwe)

Der Bildschirm-Bereich auf der Rückseite misst nur 6,38 Zoll, da sich das Panel nicht symmetrisch biegt. Es legt sich an eine etwa 1,5 Zentimeter breite Wulst an, in der sich die Kamera-Einheit, die Einschalt-Taste mit integriertem Fingerabdrucksensor sowie der USB-C-Anschluss befinden. Das hintere Display ist im Normal-Betrieb inaktiv, um Strom zu sparen, schaltet sich aber unter anderem für Selfies ein, da das Mate X keine Frontkamera hat.

Ausgeklappt ermöglicht die Verdickung auf der Rückseite einen sicheren Griff mit der rechten Hand. Im geöffneten Zustand ist das Gerät nämlich bis auf die Wulst lediglich 5,4 Millimeter dick und das nahezu quadratische 8 Zoll große Display mit 2480 x 2200 Pixeln hat nur einen sehr schmalen Rand. Der Bildschirm kann zwei Apps parallel anzeigen.

Geheimnisvolle Kamera

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Die Kamera-Einheit ist vermutlich die gleiche wie beim kommenden Huawei P30.

(Foto: kwe)

Dreh- und Angelpunkt der Konstruktion ist ein fünfgliedriges Scharnier, dessen Elemente sich zusammenschieben, wenn der Nutzer das Mate X schließt, um zu verhindern, dass der Bildschirm gedehnt wird. Umgekehrt rücken die Glieder wieder auseinander, wenn das Gerät geöffnet wird, damit das Display glatt gespannt ist. Insgesamt hat das komplizierte Scharnier mehr als 100 Bauteile.

Aus der Kamera-Einheit macht Huawei noch ein großes Geheimnis, weil das Mate X offenbar bereits die Ausstattung des kommenden P30 hat. Auf den Fotos sieht man nur drei Objektive (Weitwinkel, Tele, Super-Weitwinkel). Die Huawei-Grafiken zeigen allerdings noch ein viertes Kamera-Element. Bei ihm handelt es sich vermutlich um einen 3D-Sensor, der Objekte ausmisst, indem er ermittelt, wie lange es dauert, bis ein Lichtstrahl von einem bestimmten Punkt reflektiert wird. Damit wäre das Gerät perfekt für AR-Anwendungen ausgerüstet.

5G an Bord

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Bis auf die Wulst ist das ausgeklappte Gerät sehr dünn.

(Foto: kwe)

Auch bei der weiteren Ausstattung hat Huawei sich nicht lumpen lassen. Angetrieben wird das Gerät vom hauseigenen Top-Prozessor Kirin 980, der 8 Gigabyte (GB) Arbeitsspeicher zur Seite hat. Intern stehen 512 GB Speicher zur Verfügung. Der zweigeteilte Akku hat eine Kapazität von 4500 Milliamperestunden und soll mit einem 55-Watt-Netzteil in 30 Minuten bis zu 85 Prozent geladen sein. Und schließlich ist das Huawei Mate X bereits mit dem brandneuen 5G-Modem Balong 5000 ausgestattet, das theoretisch Download-Raten von bis zu 4,6 Gigabit pro Sekunde gestattet.

Das Mate X soll Mitte des Jahres für 2300 Euro auf den Markt kommen.

Quelle: n-tv.de

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