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Das Prozessorproblem von Intel soll laut Konzernchef Krzanich schon in Kürze der Vergangenheit angehören.
Das Prozessorproblem von Intel soll laut Konzernchef Krzanich schon in Kürze der Vergangenheit angehören.(Foto: dpa)
Dienstag, 09. Januar 2018

Update für fast alle Chips: Intel-Chef verspricht schnellen Schutz

Schon in wenigen Tagen soll die gefährliche Sicherheitslücke bei fast allen Computerchips von Intel geschlossen sein. Das kündigt Konzernchef Krzanich an. Um weitere Probleme künftig zu vermeiden, ruft der Branchenriese zudem ein Schutzgremium ins Leben.

Der US-Konzern Intel will binnen einer Woche Schutzmaßnahmen gegen die Sicherheitslücke in Computerchips für 90 Prozent seiner Prozessoren veröffentlichten. Das sagte Konzernchef Brian Krzanich. Für die restlichen Intel-Chips solle das Sicherheits-Update bis Ende des Monats herausgebracht werden. Intel habe keine Hinweise darauf, dass jemand durch Ausnutzen dieser Schwachstelle Nutzerdaten erbeutet haben könnte, bekräftigte er.

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Krzanich begann mit der Stellungnahme zur Chip-Schwachstelle seinen Auftritt auf der Technik-Messe CES in Las Vegas. Durch die in der vergangenen Woche bekanntgewordene Sicherheitslücke können zumindest theoretisch auf breiter Front Daten abgeschöpft werden. Die Schwachstelle steckt in einem branchenweit angewendeten Verfahren, deswegen sind Prozessoren verschiedenster Hersteller betroffen. Forscher demonstrierten, dass es möglich ist, sich Zugang zum Beispiel zu Passwörtern, Krypto-Schlüsseln oder Informationen aus Programmen zu verschaffen.

Tech-Firmen sind dabei, die seit Jahren bestehende Lücke so gut es geht mit Software-Aktualisierungen zu stopfen. Komplett kann man das Problem nach Ansicht einiger Experten aber nur durch einen Austausch der Prozessoren beheben. Um neue Lücken künftig zu vermeiden, richtet Intel einem Zeitungsbericht zufolge ein firmeninternes Sicherheitsgremium ein. Es werde von Personalchef Leslie Culbertson geleitet, berichtete das Blatt "Oregonian" unter Berufung auf ein Schreiben an Mitarbeiter. Man müsse im Bereich der Kundenzufriedenheit überragende Leistungen erbringen, erklärte Krzanich demnach zur Begründung. Er habe mehrere Topmanager zu der neuen Gruppe versetzt.

Quelle: n-tv.de