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48-Megapixel-Kamera für 300 Euro Ist das Motorola One Vision ein Preistipp?

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Das Motorola One Vision.

(Foto: Motorola)

Das Motorola One Vision kostet nur knapp 300 Euro, soll aber unter anderem auch mit seiner Kamera überzeugen, was in dieser Preisklasse selten ist. Der Test zeigt, ob Motorola abliefert.

Mit dem One Vision will Motorola eine neue Smartphone-Linie etablieren. Elegant, technisch auf der Höhe, ein bis zwei herausragende Elemente und ein überraschend niedriger Preis. Knapp 300 Euro verlangt Motorola für das Smartphone im langen 21:9-Format in wahlweise funkelnd blauer oder brauner Glashülle.

6,3 Zoll misst das Display des One Vision. Es nimmt nahezu die gesamte Vorderseite ein, abgesehen von einem kleinen Streifen unten und einem recht großzügigen Stanzloch für die Kamera. Mit einer Auflösung von 2520 mal 1080 Pixeln ist das One Vision vergleichsweise schlank und lang.

Updates garantiert

Im Innern steckt Samsungs Prozessor Exynos 9609 mit acht Kernen, dazu 4 Gigabyte (GB) Arbeitsspeicher und 128 GB Festspeicher. Dazu gibt es das aktuelle Android 9 ohne unnütze Zusatz-Apps, dafür aber mit regelmäßigen Sicherheitsupdates für drei Jahre. Motorola verspricht auch noch die nächsten beiden Android-Versionen 10 und 11. Möglich macht das die Teilnahme am Programm Android One. Ausdauer-Probleme gibt's auch kaum: Der Akku fasst 3500 Milliamperestunden (mAh).

Auch wenn Motorola beim One Vision auf nahezu reines Google-Android setzt, gibt es doch einige Moto-Besonderheiten wie die Gestensteuerung oder das Abrufen von Funktionen wie Taschenlampe oder Kamerawechsel per Schüttelbewegung.

Kamera mit Nachtmodus

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Ein leerer Akku soll nach 15 Minuten am Ladegerät wieder bis zu sieben Stunden durchhalten.

(Foto: Motorola)

Herzstück des One Vision ist - neben dem großen Display - die Kamera. Mit 48 Megapixeln (MP) löst der Hauptsensor auf, die zweite Kamera mit 5 MP erfasst nur Tiefeninformationen. Der große Sensor nutzt einen derzeit beliebten Trick: Für Fotos rechnet er jeweils vier Pixel zu einem zusammen und erstellt daraus ein Foto mit 12 MP. Der Vorteil: mehr Licht und weniger Bildrauschen.

Dazu nutzt die Kamera noch jede Menge Software zur Bildoptimierung oder für Effekte. Da ist zum Beispiel der schon erwähnte Nachtmodus. Er ermöglicht - nach einigen Sekunden Nachbearbeitung - ansehnliche Bilder auch in dunklerer Umgebung. Fotofreunde können außerdem noch kleine Cinemagramme, also Fotos mit bewegten Elementen, erstellen, einzelne Farben betonen oder Objekte im Bild freistellen. Der Videomodus bietet maximal 4K-Auflösung (3840 zu 2160 Pixel) bei 30 Bildern pro Sekunde. Dazu gibt es die Modi Zeitraffer und Zeitlupe.

Wer will, kann außerdem die Software noch weitere Optimierungen erledigen lassen. Etwa Bilder automatisch nach der Drittel-Regel zuschneiden und nach idealen Proportionen ausrichten lassen. Oder man lässt die Kamera bei erkanntem Lächeln automatisch auslösen.

Per Google Lens wird das One Vision zur Erkennungsmaschine und findet etwa Shoppingangebote für abgefilmte Objekte oder Informationen zu Sehenswürdigkeiten. Das klappt noch nicht immer gut, aber zunehmend besser.

Gutes Preis-Leistungsverhältnis

Viel Telefon also für 299 Euro. Doch an manchen Stellen bemerkt man feine Unterschiede zu ähnlich eleganten Modellen höherer Preisklassen. Die Kameraaussparung etwa ist deutlich größer als bei Samsungs Galaxy S10 oder dem Honor 20. Durch das verwendete LCD-Display scheint selbst im Always-on-Modus, bei dem auf dem sonst inaktiven Bildschirm etwa Uhrzeit, Akkustand und Benachrichtigungen angezeigt werden, deutlich die Hintergrundbeleuchtung durch, so dass der Schirm eher grau als schwarz erscheint.

Leistungsmäßig gibt es hingegen nichts zu meckern: Mal abgesehen von der Gedenksekunde für die Bildernachbearbeitung hält der Exynos-Prozessor das One Vision gut auf Touren. Die 128 Gigabyte Speicher sind gut bemessen, selbst ohne zusätzliche Speicherkarte. Und die Kamera leistet für ein Smartphone dieser Preisklasse gute Arbeit und bietet neben dem recht ordentlichen Nachtmodus auch noch weitere schöne Funktionen.

Quelle: n-tv.de, kwe/dpa

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