Technik
Das Asus Zenbook Pro 15 hat statt des Touchpads ein "Screenpad".
Das Asus Zenbook Pro 15 hat statt des Touchpads ein "Screenpad".(Foto: Asus)
Dienstag, 05. Juni 2018

Ist das die Notebook-Zukunft? : Luxus-Laptop von Asus hat zwei Displays

Asus zeigt auf der Computermesse Computex neue Notebook-Modelle. Besonders interessant: ein marktreifes Modell und ein Prototyp mit je zwei Displays. Sehen so die Notebooks der Zukunft aus?

Die Computermesse Computex in Taipeh ist das weltweit wichtigste Treffen der PC-Branche im Jahr. Hier zeigen die Hersteller neue Spitzenmodelle, Zukunftsvisionen und spannende Prototypen. Für Computerhersteller Asus ist die Messe traditionell eine große Bühne. In diesem Jahr zeigen die Taiwaner viele neue Notebooks, darunter zwei Modelle mit zwei Displays - einen Prototypen und ein Serienmodell, das im Sommer auf den Markt kommt.

Screenpad in Smartphone-Größe

Eigentlich war Apple der erste Hersteller, der ein zweites Display im Notebook populär gemacht hat. Die TouchBar im Macbook Pro, ein länglicher Touchscreen oberhalb des Tastaturblocks, wechselt je nach Anwendung ihre Funktion. Bei Asus' neuem Zenbook Pro 15 sitzt das zweite Display nun aber nicht oberhalb der Tastatur, sondern dort, wo bei anderen Notebooks das Touchpad ist. Mit anderen Worten: Das Touchpad des Zenbook Pro ist ein 5,5-Zoll-Touchscreen mit Full-HD-Auflösung.

Das sogenannte ScreenPad ist das erste smarte Touchpad, heißt es in einer Pressemitteilung von Asus. Es funktioniert genauso, wie man es von herkömmlichen Notebooks gewohnt ist, kann sich aber auf Wunsch auch in einen Taschenrechner, Kalender oder einen Ziffernblock verwandeln oder das Haupt-Display erweitern und ergänzen. Der Wechsel zwischen Screenpad und Touchpad soll sehr einfach sein und mit einem Tastendruck erfolgen.

So sieht Asus' Konzept-Notebook "Project Precog" aus.
So sieht Asus' Konzept-Notebook "Project Precog" aus.(Foto: Asus)

Vom Screenpad aus lassen sich auch Apps starten und Youtube-Videos abspielen. In Zusammenarbeit mit Microsoft hat Asus zudem Kurzbefehle für Office-Anwendungen wie Word, Excel oder Powerpoint entwickelt. Navigationstasten für Video- und Musik-Playback und Apps wie Spotify sind ebenfalls vorgesehen.

Neben dem neuartigen Screenpad ist das Zenbook Pro auch technisch top ausgestattet. Das Display kommt mit UHD-Auflösung und unterstützt Touch-Eingaben, im Innern sind je nach Ausstattung ein Intel-i9-Chip der achten Generation, eine eigene Nvidia-Grafikeinheit, bis zu 16 Gigabyte Arbeitsspeicher und 1 Terabyte SSD-Speicher verbaut. In den Verkauf geht das Zenbook Pro 15 (UX580) ab Ende Juni, Startpreis ist 1599 Euro. Der kleinere Ableger, das Zenbook Pro 14, soll im vierten Quartal folgen.

Spannender Prototyp

Spannend ist auch "Project Precog", ein futuristisches Konzept-Notebook, von dem es auf der Computex einen Prototypen zu sehen gibt. Das besondere an Precog: Es besteht aus zwei vollwertigen und gleich großen Touch-Displays. Die Tastatur wird also nur virtuell angezeigt, Asus betont laut "Winfuture" aber, dass das Schreiben auf dem Gerät dank KI-basierter Vorhersagetechnologie und Näherungssensoren angenehm sein soll. Externe Geräte wie Tastatur, Maus oder Stylus erkennt das Gerät automatisch. 

Winfuture beschreibt das Gerät als "Laptop der Zukunft" - anfassen durfte es auf der Computex noch niemand, auch zur Technik im Innern von Project Precog machte Asus keine Angaben. Ende 2019 soll das futuristische Notebook auf den Markt kommen.

Quelle: n-tv.de