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Neue Hardware für Cortana Microsoft eröffnet Build-Konferenz

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Mit neuer Hardware soll Cortana gegen Alexa und Google Assistant antreten.

(Foto: Microsoft)

Microsofts Firmenchef Satya Nadella eröffnet die Entwicklermesse Build mit einer dreistündigen Keynote. Im Rahmen der Präsentation kommt das neue Windows nicht vor, es dreht sich um Cortana, Bots und Künstliche Intelligenz.

Einmal im Jahr laden die drei großen Software-Firmen Google, Apple und Microsoft ihre Entwickler ein. Googles I/O findet dieses Jahr Anfang Juni statt, Apples WWDC ist ebenfalls für Juni angesetzt. Microsoft ist in diesem Jahr als erstes dran: Die Entwicklerkonferenz Build startet heute in Seattle. Bei der Auftakt-Keynote gab Firmenchef Satya Nadella zusammen mit seinen Kollegen Einblicke in die Zukunft von Microsoft. Dessen wichtigstes Produkt wurde aber überraschend hintan gestellt: Windows 10 bekommt erst am zweiten Build-Tag eine eigene Keynote.

Cortana bekommt mehr Hardware

Das Betriebssystem des Unternehmens aus Redmond hat inzwischen mehr als 500 Millionen aktive Nutzer, wie Nadella nicht ohne Stolz zu Beginn der Veranstaltung mitteilte. Microsofts Sprachassistentin Cortana habe rund 140 Millionen Nutzer pro Monat. Zusammen mit einigen Hardware-Partnern möchte Microsoft in der nahen Zukunft ein Ökosystem aus Produkten schaffen, die Cortanas mächtige Fähigkeiten nutzen - diese Geräte treten in direkte Konkurrenz zu Amazons Alexa oder Google Home.

Der Audiohersteller Harman Kardon hat mit "Invoke" bereits einen Cortana-Lautsprecher vorgestellt, der stark an Amazons Echo erinnert. Im Rahmen der Build-Keynote hat Microsoft den Chiphersteller Intel und PC-Giganten HP als weitere Partner genannt.

HP werde netzwerkfähige Produkte mit Cortana-Integration entwickeln, mit Intel werde Microsoft eine Referenz-Plattform für neue Geräte schaffen, die kleinere Hersteller nutzen können, um eigene Cortana-Produkte zu bauen, ohne selbst die nötigen Platinen entwickeln zu müssen. Mit dem "Cortana Skills Kit" sollen Entwickler Microsofts Assistentin neue Fähigkeiten beibringen können. Neue Geräte blieb Microsoft während der Keynote aber schuldig.

Chat-Bots und Live-Übersetzung

Abgesehen von den Neuigkeiten für Cortana gab es nur wenig Informationen, die auch für Interessierte außerhalb der Entwickler-Community, an die sich die Build ja vornehmlich richtet, relevant waren.

Eine Neuerung sind die Chat-Bots, die Entwickler für Microsofts Suchmaschine Bing programmieren können. Wer zum Beispiel nach einem Restaurant sucht, kann über einen Skype-Bot des Restaurants Fragen stellen, zum Beispiel zu Öffnungszeiten oder einem freien Tisch. Weit verbreitet sind die Bing-Bots aber noch lange nicht.

Eine Erweiterung für PowerPoint erlaubt es Nutzern in Zukunft, Präsentationen in einer fremden Sprache zu halten, indem sie Microsofts Übersetzungs-App mit PowerPoint synchronisieren. Zehn Sprachen werden unterstützt, darunter Arabisch, Chinesisch, Spanisch und Deutsch.

Für Entwickler bietet die Build in den kommenden Tagen eine Vielzahl von spannenden Themenpunkten. Doch die Konferenz ist vor allem ein Angebot für Fachpublikum. Spannend für Nicht-Entwickler und Kunden von Microsofts Kernprodukt Windows 10 ist vor allem der Ausblick auf das Redstone-3-Update. Die Keynote dazu beginnt am Donnerstag um 17:30 Uhr deutscher Zeit.   

Quelle: n-tv.de, jwa

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