Technik

Mit Leica an die SpitzeXiaomi 17 und 17 Ultra sollen iPhone 17 Pro wegknipsen

28.02.2026, 17:54 Uhr Icke-im-WaldVon Klaus Wedekind
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Xiaomi 17 (l.) und 17 Ultra. (Foto: Xiaomi/kwe)

Das Xiaomi 17 und das 17 Ultra sind die wichtigsten Neuvorstellungen beim Mobile World Congress in Barcelona. Die Geräte sind insgesamt extrem stark ausgestattet, speziell sollen sie aber mit Leica-Unterstützung bessere Fotos und Videos aufnehmen als die Konkurrenten von Apple, Samsung & Co.

Das Xiaomi 15 und das 15 Ultra, die im vergangenen Jahr beim Mobile World Congress (MWC) in Barcelona Premiere feierten, sind exzellente Smartphones. Speziell ihre Kameraausstattung ist allererste Sahne. Doch obwohl Fotos und Videos der Geräte bereits sehr gut sind, konnten sie unter anderem die iPhones nicht hinter sich lassen. Das soll sich jetzt ändern. Um explizit zu zeigen, dass man mit Apples aktuellen Smartphones mindestens auf Augenhöhe ist, haben die Chinesen die 16 übersprungen und nennen ihre beiden neuen Flaggschiffe Xiaomi 17 und 17 Ultra.

Ob die beiden Geräte tatsächlich für Xiaomi "der bedeutendste Sprung der Premium-Strategie" darstellen, muss sich in Tests noch herausstellen. Der erste Eindruck ist jedenfalls stark, auch wenn sich die beiden Smartphones auf den ersten Blick wenig von den Vorgängern unterscheiden. Was man ihnen nicht ansieht: Sie sind zwar etwas kompakter als die 15er, haben aber größere Akkus. Ihre Displays sind noch besser, aber sparsamer. Die Chips sind stärker, aber effizienter, und die Kameras sollen die Messlatte für alle anderen höher legen - unter anderem bei Nachtaufnahmen.

Xiaomi 17

Das nach IP68 staub- und wasserfeste Xiaomi 17 misst 151,1 × 71,8 × 8,06 mm und ist 191 g leicht. Sein OLED-Display ist 6,3 Zoll groß und mit 460 Pixeln pro Zoll sehr scharf. Es bietet eine adaptive Bildwiederholfrequenz von 1 bis 120 Hertz (Hz) und kann in Spitzen bis zu 3500 Nits hell leuchten. Geschützt wird das Panel von Xiaomi Shield Glass.

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Der riesige Akku verspricht lange Laufzeiten. (Foto: Xiaomi)

Unter der Haube werkelt Qualcomms Top-Chip Snapdragon 8 Elite Gen 5. Er hat 12 Gigabyte (GB) Arbeitsspeicher (LPDDR5X) zur Seite, der Flash-Speicher (UFS 4.1) ist wahlweise 256 oder 512 GB groß. Der Akku ist dank einer höheren Energiedichte trotz der schlanken Taille von 5240 auf 6330 Milliamperestunden (mAh) angewachsen. Er kann per Kabel mit bis zu 100, induktiv mit bis zu 50 W aufgeladen werden.

Alle drei Kameras auf der Rückseite lösen mit bis zu 50 Megapixel (MP) auf. Die 23-mm-Hauptkamera auf der Rückseite ist optisch stabilisiert (OIS) und hat die Blende f/1.67. Auch die 60-mm-Tele-Kamera (f/2.0) ist optisch stabilisiert und außerdem für Makros aus bis zu 10 cm Nähe zuständig. Die 17-mm-Ultraweitwinkel-Kamera (f/2.4) ist wie die Frontkamera (50 MP/f/2.2) nicht optisch stabilisiert. Das Xiaomi 17 kann 8K-Videos mit 30 Bildern pro Sekunde (fps) aufnehmen. Bei 4K- und Full-HD-Auflösung sind 60 fps und Dolby Vision möglich.

Xiaomi 17 Ultra

Das Xiaomi 17 Ultra misst 162,9 × 77,6 × 8,29 mm und wiegt 219 g. Sein Display ist 6,9 Zoll mächtig und kommt auf ebenfalls knackig scharfe 416 ppi. Ansonsten ist es identisch mit dem Bildschirm des Standard-Modells. Im Ultra kann er Snapdragon 8 Elite Gen 5 auf 16 GB Arbeitsspeicher zugreifen, zusätzlich gibt es in einigen Regionen eine Variante mit einem Terabyte (TB) Flash-Speicher. Die Batterie des Xiaomi 17 Ultra hat eine Kapazität von 6000 mAh, ist also etwas kleiner als beim Standardgerät.

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Hier sieht man den Aufbau der Objektive des Xiaomi 17 Ultra. (Foto: Xiaomi)

Das könnte daran liegen, dass die Kameras mehr Platz benötigen, denn das Top-Modell hat eine Tele-Kamera, die mechanisch von 70 bis 100 mm zoomen kann. Mit einem 200-MP-Sensor hat sie zudem große Reserven, um digital ohne größere Qualitätseinbußen noch stärker zu vergrößern. Die Tele-Kamera hat obendrein ein besonders hochwertiges Objektiv mit apochromatischer Aberrationskorrektur.

Für das Ultra gibt es wie beim Vorgänger als Ergänzung ein Photography Kit. Das 48 g leichte Zubehör bringt unter anderem einen anpassbaren, zweistufigen Auslöser und eine separate Videoaufnahme-Taste. Für Leica-Fans gibt es von dem Kit eine Pro-Variante, mit der das 17 Ultra einer der legendären Kameras des deutschen Herstellers ähnelt. Es kommt mit einem integrierten 2000-mAh-Akku, einem abnehmbaren Auslöser und Daumenauflage.

Leica Leitzphone

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Das Leica Leitzphone hat ein mechanisches Einstellrad. (Foto: Xiaomi)

Für Leica-Fans gibt es zusätzlich das Leica Leitzphone, das in Deutschland von der Telekom vermarktet wird. Es hat ein Gehäuse aus Aluminiumlegierung mit Nickel-eloxierter Oberfläche, um das Design des deutschen Kamera-Herstellers widerzuspiegeln. Zusätzlich hat es ein physisches Einstellrad mit gerändelter Oberfläche. Schließlich hat es eine besondere Software, um den Leica-Stil nachzuahmen.

Preise

Das Xiaomi 17 kostet mit 256-GB Flash-Speicher rund 1000, mit 512 GB knapp 1100 Euro. Für das Xiaomi 17 Ultra muss man für das Modell mit 512 GB etwa 1500 Euro hinblättern, die Variante mit 1 TB ist für rund 1700 Euro zu haben. Das Leitzphone gibt es ausschließlich mit 1 TB für knapp 2000 Euro. Das Photography Kit kostet rund 100 Euro, in der Pro-Ausführung etwa 200 Euro. Frühe Besteller erhalten diverse Vergünstigungen, beispielsweise ein Photography Kit für rund 10 statt 100 Euro.

Quelle: ntv.de

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