Technik

Streaming-Zentrale für alle Fälle Nvidia macht Fernseher richtig smart

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Nvidia Shield TV ist das Schweizer Taschenmesser fürs smarte Heim.

(Foto: Nvidia)

Das Nvidia Shield TV soll Fernseher smarter als jede andere Set-Top-Box machen. Die Box ist ein Streaming-Multi-Talent, vollwertige Spielekonsole und Steuerzentrale für den vernetzten Haushalt.

Nvidia will seine neue Generation des Shield TV zum Zentrum der Wohnung machen und darin Smart TV, Spielekonsole und Heimassistent verbinden. Dafür wird das kleine, schwarze Gerät unter anderem als erste TV-Box den Google Assistant nutzen.

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Der für die Sprachsteuerung benötigte Spot soll in den USA 50 Dollar kosten.

(Foto: Nvidia)

Mit dem bekannten "Ok, Google" und einem Sprachbefehl können Nutzer die Box und verbundene Geräte steuern. Dazu müssen Nutzer allerdings noch ein kleines Zusatzgerät mit Mikrofon kaufen, das Nvidia Spot getauft hat. Unter anderem kann das Shield TV dann als Fernsteuerung des Fernsehers dienen, über den der Google Assistant auch Fragen audiovisuell beantwortet. Als Smart-Home-Zentrale verbindet sich das Shield TV mit weiteren intelligenten Geräten wie Thermostaten, der Lichtsteuerung oder vernetzten Lautsprechern.

Über den Fernseher kann das Shield TV unter anderem Streaming-Dienste wie Netflix, Amazon Video, YouTube, Twitch oder Mediatheken ausspielen. Nutzer haben auch die Gelegenheit, das Angebot von n-tv über die App für Android TV zu genießen. Die Box unterstützt eine Wiedergabe in Ultra-HD und mit Hochkontrastbildern (HDR).

Spiele in hoher Qualität

Mit Geforce Now und einem mitgelieferten Controller können die Nutzer von Shield TV außerdem Computerspiele spielen. Der Dienst funktioniert nach folgendem Prinzip: Über Shield TV stellen die Nutzer eine Verbindung zu einem Hochleistungs-Gaming-PC in der Cloud her. Auf diesem laufen dann Spiele mit einer hohen Performance, die über das Endgerät an den Nutzer gestreamt werden. Bisher gibt es laut Nvidia bereits mehr als 1000 Titel in der Shield-Bibliothek, demnächst kommen auch Ubisoft-Spiele wie "Assassin's Creed Syndicate" oder "Watch Dogs 2" hinzu.

Das Angebot wird Nvidia auch für Laptops, alternde PCs und Mac-Rechner erweitern. Bisher gab es Geforce Now nur für die vorherige Generation von Shield TV. Spiele-Plattformen wie Steam, Origin, Gog.com oder Uplay sollen außerdem in das Angebot integriert werden.

Das Shield TV kommt noch im Januar in zwei Versionen auf den Markt. Shield TV mit 16 GB Speicherplatz soll rund 230 Euro, Shield TV Pro mit 500 GB Speicherplatz rund 330 Euro kosten. Der Spot ist später erhältlich, der Preis wird vermutlich zwischen 40 und 50 Euro betragen.

Geforce Now soll im Frühjahr mit einem kostenlosen Probeangebot starten. Danach zahlen die Nutzer stundenweise: Nach Angaben des Unternehmens bekommt man für 25 US-Dollar entweder 20 Stunden auf einem Cloud-PC mit einer Geforce GTX 1060 oder 10 Stunden mit einer leistungsfähigeren Geforce GTX 1080.

Quelle: ntv.de, kwe/dpa