Kompakt, schnell, sparsamOpera Browser fürs iPhone
Das hat wohl selbst Opera überrascht: Nach drei Wochen Prüfung hat Apple den Opera Mini-Browser in den App Store aufgenommen. Damit haben iPhone-Nutzer erstmals eine Alternative zu Safari-basierten Browsern.
Opera kommt aufs iPhone: Apple hat den Opera Mini als App akzeptiert. Damit können iPhone-Nutzer zum ersten Mal auf einen Browser zugreifen, der nicht auf der WebKit-Engine des Safari-Browsers basiert. Drei Wochen hat der norwegische Anbieter auf die Freigabe der Opera-App gewartet. Jetzt kommt sie in den App Store, weltweit und kostenlos.
Ein Vorteil von Operas Smartphone-Browser ist die massive Datenkompression – um bis zu 90 Prozent sollen die übertragenen Datenmengen laut Herstellerangaben reduziert werden. Vom schnelleren Seitenaufbau dürften vor allem Nutzer mit teuren Datentarifen und in langsamen 2G-Netzen profitieren. Wie bei den Mini 5-Varianten für Blackberry, Java und Symbian bietet Opera auch auf dem iPhone Tabbed Browsing und Speed Dial. Mit der Kurzwahl-Funktion lassen sich neun favorisierte Seiten über Icons auf der Startseite ansteuern. Über Opera Link können Lesezeichen und Notizen mit dem PC synchronisiert werden. Eine Funktion, die Safari-Nutzer vermissen könnten ist die Möglichkeit, schnell ans obere Ende einer Website zu springen. Dafür bietet Opera Mini eine Textstellensuche.
Als Opera den Mini 5 vor drei Wochen zur Zulassung vorlegte, war längst nicht klar, ob Apple den Browser durchwinken würde. Schon 2008 hatte Opera eine iPhone-Variante seines Smartphone-Browsers programmiert. Wegen Apples strikter Lizenzbedingungen schien der Weg in den App-Store aber aussichtslos. Apple verbietet Anwendungen, die Funktionen des iPhones nachahmen. Außerdem dürfen die Apps selbst keine Codes ausführen. Opera umschifft diese Hürde, indem es alle Anfragen über einen eigenen Proxy Server laufen lässt.