Technik

Start in 26 weiteren Ländern Pokémon Go fällt komplett aus

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Das wollen Spieler von "Pokémon Go" eigentlich nicht sehen.

(Foto: n-tv.de)

Das war wohl zu viel des Guten: Nachdem "Pokémon Go" in 26 weiteren Ländern startet, gehen die Server der Betreiber in die Knie und weltweit müssen Monsterjäger eine unfreiwillige Pause einlegen. Oder sind Hacker für den Ausfall verantwortlich?

Am Samstag hat Spieleschmiede Niantic "Pokémon Go" in 26 weiteren europäischen Ländern freigeschaltet, unter anderem auch bei unseren Nachbarn in Österreich, Polen, Belgien, Luxemburg oder der Schweiz. Damit hat sich das Unternehmen aber übernommen, denn weltweit klagten daraufhin Nutzer auf Twitter und in anderen sozialen Netzwerken darüber, sich nicht mehr anmelden zu können. Niantic bestätigte via Twitter, dass seine Server durch die neuen Freischaltungen zusammengebrochen sind und verspricht ein Update zu posten, wenn die Probleme gelöst wurden. Der "Independent" berichtet, es könne auch eine Hackergruppe namens PoodleCorp für den Ausfall verantwortlich sein. Sie behauptet, "Pokémon Go" mit einer DDoS-Attacke lahmgelegt zu haben. Am Abend meldete Niantic, die Server hätten ihre Arbeit wieder aufgenommen. Für einige Nutzer sei der Service aber möglicherweise noch langsam.

Der Ansturm, den die Server für die virtuelle Monsterjagd mit dem Smartphone verarbeiten müssen ist jedenfalls gewaltig. In den USA, Australien und Neuseeland erreichte das Spiel innerhalb weniger Stunden Platz 1 in den App-Charts. Auch in Deutschland schoss "Pokémon Go" nach dem Start am 13. Juli in kürzester Zeit auf die Spitzenpositionen in den App-Stores von Apple und Google.

Digitale Schnitzeljagd

"Pokémon Go" ist ein Spiel, das Augmented Reality (erweiterte Realität) verwendet. Dabei werden virtuelle Gegenstände in die Umgebung der Spieler eingeblendet, die sie "durch" das Display eines Smartphones oder Tablets betrachten. Ihre Position stellt das Gerät per GPS fest. So sind nicht nur digitale Schnitzeljagden möglich. Entwicklerstudio Niantic Labs hat mit "Ingress" bereits Millionen Spieler begeistert, die weltweit um die Kontrolle von Portalen an Denkmälern und anderen markanten Orten ringen, über die Außerirdische "exotische Materie" auf die Erde schicken. Für das seit 20 Jahren bewährte Spieleprinzip von "Pokémon" ist Augmented Reality perfekt geeignet. Spieler spüren putzige Monster in ihrer Umgebung auf und sammeln sie. Dann können sie sie trainieren und in Kämpfen gegen andere Pokémon antreten lassen. Grundsätzlich ist das Spiel kostenlos, über In-App-Käufe können Spieler allerdings Gegenstände erwerben, durch den sie beispielsweise Pokémon schneller entwickeln können.

[Update] Nachdem das Spiel auch in Kanada am 17. Juli online ging, fielen Niantic-Server ebenfalls für einige Stunden aus.

Quelle: n-tv.de, kwe

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