Technik

Spitzentechnik im Edel-Kleid Samsung Galaxy Note 8 ist mächtig

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Das ist Samsungs Galaxy Note 8.

(Foto: jwa)

Samsung stellt im Vorfeld der IFA sein Herbst-Flaggschiff vor. Das Galaxy Note 8 hat starke Technik, clevere Funktionen und ein schickes Äußeres. Es ähnelt dem S8+, ist aber noch ein bisschen besser - und hat die gleichen Schwächen.

Samsung ist Erster. Mit der Vorstellung des Galaxy Note 8 wenige Tage vor dem offiziellen Beginn der IFA läuten die Koreaner das Schaulaufen der Hersteller ein, das auch viele spannende Neuheiten aus dem Smartphone-Bereich verspricht, unter anderem von Sony und LG. Angst vor dem Wettbewerb muss Samsung dabei nicht haben - das Note 8 liefert zum Messeauftakt eine denkbar starke Vorstellung.

Samsungs Elite

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Der S-Pen gehört zum Note 8 natürlich dazu.

(Foto: jwa)

Die Note-Reihe war schon immer Samsungs Smartphone-Elite: Hier steckt der Konzern alles rein, was er an Spitzentechnik gerade zur Verfügung hat, garniert mit einem Riesen-Display und einem S-Pen, der tatsächlich nützlich ist. Nach dem Debakel um das brandgefährliche Note 7 soll der Nachfolger jetzt die Schmach vergessen machen.

Die Voraussetzungen sind gut, das Note 8 ist in jeder Hinsicht klasse, und weil sich Samsung noch einen Fehler schlicht nicht erlauben kann, darf man davon ausgehen, dass dieses Mal nichts schiefgeht und die Geräte kühl bleiben. Ein Indiz: Die Akkukapazität wurde von 3500 auf 3300 Milliamperestunden geschrumpft.

Technische Daten

  • System. Android 7.1.1
  • Display: 6,3 Zoll, AMOLED, Quad-HD+
  • Prozessor:
  • Arbeitsspeicher: 6 GB
  • Interner Speicher: 64 GB
  • Kamera: Dual-Kamera, OIS, 12 MP Tele, f/2.4/12 MP WW, f/1.7
  • Frontkamera: 8 MP
  • WLAN ac, LTE Cat. 16
  • Bluetooth 5.0
  • USB-C
  • Dual-SIM
  • Iris-Scanner, Fingerabdruck-Scanner
  • Akku: 3300 mAh
  • Maße: 162,5 x 74,8 x 8,6 mm
  • Gewicht: 195 g

Das Note 8 hat ein großes 6,3-Zoll-Display mit superscharfer Quad-HD+-Auflösung (2960 x 1440 Pixel) und HDR-Anzeige, das aber in einem relativ kompakten Gehäuse steckt - wie beim Galaxy S8 nutzt Samsung den Platz für das 18,5:9-Display bestmöglich aus. Mit 162,5 Millimetern ist es zwar recht lang, dafür aber mit 74 Millimetern kaum breiter als andere Smartphones mit deutlich kleinerem Display. Zum Vergleich: Das S8+ ist drei Millimeter kürzer und hat ein 6,2-Zoll-Display mit gleicher Auflösung. 

Der interne Speicher ist in der Standard-Ausführung 64 Gigabyte groß (einen microSD-Steckplatz gibt's auch) der Arbeitsspeicher bietet 6 Gigabyte. Der Prozessor Exynos 8895 ist ein sparsamer und leistungsstarker Octa-Core-Chipsatz, der im 10-Nanometer-Verfahren gefertigt wurde. Ein nettes Extra zum Beispiel für Geschäftskunden, die das Note 8 mit zwei Nummern nutzen wollen: Auch in Deutschland wird es als Dual-SIM-Variante verkauft.

S-Pen und Dual-Kamera

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Die Kamera des Note 8 sitzt plan im Gehäuse, daneben ist der Fingerabdruck-Scanner.

(Foto: jwa)

Einer der größten Unterschiede zu Samsungs S-Klasse ist natürlich der S-Pen, der wie bei allen Vorgänger-Notes auch im Gehäuse untergebracht wird. Der Stift unterstützt 4096 Druckstufen, ist wie das Note 8 selbst nach IP68 staub- und wasserresistent und hat eine besonders feine 0,7-Millimeter-Spitze. Wie schon beim Note 7 kann der S-Pen auf das ausgeschaltete Display Memos schreiben, Sätze können markiert und automatisch übersetzt werden.

Neu ist auch die Kamera: Erstmals setzt Samsung eine Dual-Kamera ein, und die hat zumindest auf dem Blatt viel Potenzial. Eine gute Wahl: Samsung gibt dem Note 8 zwei Linsen mit je 12 Megapixeln und optischem Bildstabilisator. Die eine knipst Bilder im Weitwinkel, hat einen Dual-Pixel-Autofokus und Blende f/1.7, die andere ist eine Tele-Linse mit Blende f/2.4, sie ist für Porträts zuständig. Wirklich nützlich: Note-8-Besitzer müssen sich nicht für eine Brennweite entscheiden. Das Smartphone macht auf Wunsch je eine Aufnahme mit der Tele- und mit der Weitwinkellinse und speichert beide. Die Frontkamera hat einen 8-Megapixel-Sensor und ebenfalls Blende f/1.7.

Finger- und Iris-Scanner

Wie das S8 hat auch das Note 8 den Fingerabdruck-Scanner etwas ungünstig neben der Dual-Kamera an der Rückseite - ob das bei dem großen Gehäuse noch handlich ist, bleibt abzuwarten. Für die Sicherheit soll aber auch ein Iris-Scanner sorgen, der wie beim Note 7 an der Front sitzt. Neben dem USB-C-Steckplatz hat das Note 8 auch einen Kopfhörerausgang. Die Bixby-Taste sitzt wie beim S8 an der Seite, der Sprachassistent von Samsung muss seine Nützlichkeit hierzulande aber erst unter Beweis stellen - bisher war der Bixby-Button eine Taste ohne Funktion. Immerhin: Englisch und Koreanisch versteht der Assistent inzwischen, in 200 Ländern ist er ab sofort verfügbar.

Natürlich wird das Note 8 nicht günstig, es kostet 999 Euro. Vorbesteller können sich aber zumindest über eine Belohnung freuen: Wer schnell ist, bekommt eine Dex-Station gratis dazu. In den Verkauf geht es am 15. September, in Deutschland werden die Farben Schwarz und Ahorn-Gold zu haben sein.  Im Online-Shop von Samsung gibt es auch eine Dual-SIM-Variante. Außerhalb Deutschlands kommt das Note 8 auch in Dunkelblau, außerhalb Europas zudem als graue Version in den Handel.

Quelle: n-tv.de

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