Technik
Die Sonos Beam ist nur 65 cm lang.
Die Sonos Beam ist nur 65 cm lang.(Foto: Sonos)
Donnerstag, 07. Juni 2018

Klein, stark, Alexa an Bord: Sonos Beam soll die perfekte Soundbar sein

Von Klaus Wedekind, San Francisco

Die Sonos Beam ist eine kompakte WLAN-Soundbar, die relativ günstig ist, aber mit einem hervorragenden Klang und Sprachassistent Alexa an Bord die Konkurrenz alt aussehen lassen soll. Der erste Eindruck ist stark.

US-Hersteller Sonos hat in San Francisco seine neue Soundbar Beam vorgestellt. Sie ist rund 60 Prozent kompakter als die Playbase, klingt aber fast ebenso mächtig. Außerdem unterstützt das Gerät Sprachassistenten und ist anschlussfreudiger als der große Bruder. Ein weiterer Vorteil ist der relativ günstige Preis der Beam von 450 Euro.

Kleines Gerät, großer Klang

Ab Mitte Juli sollen Sonos One und Beam Apples Airplay 2 unterstützen.
Ab Mitte Juli sollen Sonos One und Beam Apples Airplay 2 unterstützen.(Foto: Sonos)

In dem nur 651 x 100 x 68,5 Millimeter großen Gehäuse stecken vier Lautsprecher, die für Mitten und Tiefen zuständig sind, drei passive Bass-Woofer und ein Hochtöner. Was sie gemeinsam zustande bringen, war bei ersten Hörproben nach der Präsentation durchaus beeindruckend.

Die Soundbar liefert einen satten Klang, der nach einem viel größeren Lautsprecher klingt. Die Sonos Soundbase hat zwar noch mehr Wumms, aber in normal großen Wohnzimmern oder wenn man wegen der Nachbarn nicht hemmungslos aufdrehen kann, dürfte der Unterschied kaum eine Rolle spielen. Und schließlich ist die Soundbase fast doppelt so teuer.

Nicht nur am Fernseher gut

Bei Filmen und Serien bietet die Sonos Beam sehr gut verständliche Stimmen und erreicht durch seitlich abstrahlende Lautsprecher einen erstaunlich breiten Raumklang. Auch bei der Musikwiedergabe ist der erste Eindruck überzeugend. Die Bässe sind kräftig, die Mitten klar definiert und die Höhen hell und deutlich, ohne zu übertreiben. Insgesamt ist der Klang sehr ausgewogen und die Beam sollte mit jeder Stilrichtung gut klarkommen.

Wer mehr möchte, kann die Soundbar mit Sonos-One- oder anderen Sonos-Lautsprechern zu einem Surround-System ergänzen und für noch fettere Bässe mit einem Subwoover koppeln. Und natürlich fügt sich auch die Beam in bestehende Sonos-Multiroom-Systeme ein.

Alexa macht nur den Anfang

Mit Verkaufsstart Mitte Juli ist zunächst Amazon Alexa integriert, weitere Sprachassistenten sollen folgen – vor allem der Google Assistant. Via Airplay 2 kann die Soundbar demnächst auch über iPads und iPhones von Apples Assistentin Siri Musik zugewiesen bekommen, deren Wiedergabe dann wiederum Alexa kontrollieren kann. Außerdem soll sich das Gerät mit TV-Fernbedienungen steuern lassen und wie gehabt kann man auch die Sonos-App nutzen.

Da die Beam einen HDMI-ARC-Anschluss hat, kann man auch per Sprachbefehl Fernseher ein- und ausschalten oder die Lautstärke regeln. Ist ein Amazon Fire TV angeschlossen, kann Alexa auch Titel suchen oder Zusatzinformationen abrufen. Damit das auch aus größerer Entfernung problemlos funktioniert, hat die Soundbar fünf Mikrofone an der Oberseite. Bei der Präsentation klappte das prima. Ob dies auch im Alltag und bei höheren Lautstärken so ist und ob das Gerät auch unter nicht idealen Bedingungen so stark klingt, wird sich aber erst im Test von n-tv.de herausstellen.

Quelle: n-tv.de