Technik

WLAN- und Bluetooth-Speaker Sonos Move spielt auch im Garten

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Der Move ist ein ganz spezieller Sonos-Lautsprecher.

(Foto: kwe)

Sonos zeigt auf der IFA seinen neuen Move-Lautsprecher. Es ist nicht nur das erste Multiroom-Gerät des Herstellers, das Bluetooth-Verbindungen eingeht und einen Akku besitzt. Es passt sich auch selbstständig seiner Umgebung an.

Nachdem sich Sonos mit seinen smarten Multiroom-Lautsprechern schon in den Zimmern vieler Nutzer breit gemacht hat, gibt es jetzt mit dem Move auch einen portablen Speaker des Marktführers, der im Garten aufspielt. Dafür hat das Gerät einen Akku an Bord und verbindet sich per Bluetooth mit Smartphones oder anderen Zuspielern, wenn er seine vertraute WLAN-Umgebung verlässt. Außerdem hält der Lautsprecher einiges mehr aus als seine Stubenhocker-Brüder. Er ist nach IP56 vor Stürzen, Regen, Stößen, Feuchtigkeit, Staub, UV-Strahlen und extremen Temperaturen geschützt.

Der rund drei Kilo schwere Zylinder-Lautsprecher hat einen nach unten gerichteten Hochtöner, der den Sound im breiten Winkel verteilt, einen Mitteltöner für die tiefen Frequenzen und zwei digitale Verstärker der Klasse D. Was auf dem Papier so schlicht wirkt, klingt in der Praxis erstaunlich gut. Der Sound kommt beim ersten Höreindruck dem eines Sonos Play 5 erstaunlich nahe, auch die Bässe sind für ein Gerät seiner Größe beeindruckend.

Automatische Anpassung

Die besondere Herausforderung beim Move war für Sonos, dass der Lautsprecher nicht stationär spielt, sondern in verschiedenen Umgebungen möglichst gleich gut klingen soll - egal, ob er in einer kleinen Küche oder einem großen Garten steht. Dazu ist er der erste Sonos-Speaker mit automatischem Trueplay. Man benötigt also kein iOS-Gerät um die Umgebung für eine Klanganpassung auszumessen, der Move macht das mit seinen eingebauten Mikrofonen selbstständig, wenn er den Standort wechselt.

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Auf der Rückseite sitzen in der Halte-Mulde Standby- und Bluetooth-Taste.

(Foto: kwe)

Das scheint sehr gut zu funktionieren. Sonos führte die Trueplay-Fähigkeiten des Move nicht nur unter Laborbedingungen vor, sondern gestattete es n-tv.de auch, den Lautsprecher selbst zu bewegen. Und tatsächlich: Nach rund 30 Sekunden hört man, wie sich der Sound anpasst, beispielsweise ein für den Garten verstärkter Bass in vier Wänden wieder zurückgenommen wird. Wie gut das Auto-Trueplay wirklich funktioniert, wird sich aber erst im Test zeigen. Eins steht aber jetzt schon fest: Andere Sonos-Lautsprecher erhalten die Funktion nicht per Update. Laut Hersteller liefern die manuellen Messungen auch etwas bessere Resultate.

Austauschbarer Akku

Der eingebaute Akku soll ungefähr zehn Stunden durchhalten. Er wird über einen mitgelieferten Ständer oder via USB-C-Buchse aufgeladen. Klasse: Sonos gibt an, dass verbrauchte Batterien relativ unkompliziert gewechselt werden können. Damit die Batterie möglichst lange hält, hat der Move einen automatischen Standby-Modus, in dem er fast keinen Strom verbraucht. Man kann ihn auch über einen Knopf auf der Rückseite manuell aktivieren.

Wie andere aktuelle Sonos-Speaker kann der Move auch via Sprachbefehl gesteuert werden, wahlweise stehen die digitalen Assistenten von Google oder Alexa zur Verfügung. Wenn man das lieber selbst übernimmt, kann man die Mikrofone stummschalten und den Lausprecher über Sensoren auf der Oberseite bedienen.

Der erste Eindruck, den n-tv.de vom Sonos Move gewonnen hat, ist sehr vielversprechend. Leider hat die vorzügliche Technik einen hohen Preis: Der Lautsprecher kommt am 24. September für stolze 400 Euro auf den Markt.

Quelle: n-tv.de

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