Technik

Warentest begutachtet Straffr Trainiert man mit einem smarten Fitnessband besser?

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Straffr-Fitnessbänder haben einen integrierten Widerstandssensor.

(Foto: Straffr)

Stiftung Warentest trainiert mit dem smarten Fitnessband Straffr. Die Prüfer finden das Konzept grundsätzlich gut, aber vor allem die begleitende App noch ausbaufähig.

Fitnessbänder sind beliebt, weil man mit ihnen fast überall viele verschiedene Übungen zur Stärkung der Muskulatur machen kann. Damit dies auch ohne persönlichen Trainer kontrollierter gelingt, bietet das deutsche Start-up Straffr ein smartes Fitnessband an, dessen integrierter Sensor per Bluetooth an eine Smartphone-App sendet. Je nach Widerstandsstärke kostet das Sportgerät 100 oder 120 Euro. Ob sich die Investition lohnt, hat Stiftung Warentest mithilfe zweier Sportwissenschaftler untersucht.

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Die App findet Warentest übersichtlich, aber noch zu arm an Videos.

(Foto: Straffr)

Grundsätzlich trainiert man mit dem Straffr-Band nicht anders als mit jedem anderen herkömmlichen Fitnessband. Wie es geht, zeigen Videos in der App, die gleichzeitig Feedback gibt, ob die Übungen korrekt durchgeführt werden.

Grundsätzlich funktioniert alles

Dies habe im Test alles gut geklappt, schreibt Warentest. Die App sei übersichtlich und ließe sich einfach mit dem Band koppeln. Und noch wichtiger: "Mithilfe des Widerstands­sensors im Band und dem Feedback der App schult und kontrolliert Straffr tatsäch­lich den korrekten Bewegungs­ablauf der Übungen - davon können vor allem Einsteiger profitieren."

Die Experten halten die in Videos gezeigten Übungen auch für Fitness-Einsteiger geeignet. Allerdings sei das Angebot während des Testzeitraums im Juni zu knapp gewesen und es gäbe auch zu wenig Herausforderungen und Trainingspläne, bemängelt Warentest.

Noch zu wenige Videos

Noch kritischer finden die Prüfer aber, dass Übungen in vielen Videos zu Beginn nicht nochmal erklärt werden. Erklärungsbedürftig seien auch Messwerte, über die die App Statistiken führt. Zu Begriffen wie "Time under Tension" hätten sie sich für Laien verständlichere Informationen gewünscht, schreiben sie.

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Straffrs Kernversprechen eines personalisierten Trainings betrachtet Warentest trotz der Abfrage von biometrischen Daten bisher als nicht erfüllt, da sie eine entsprechende Anpassung an verschiedene unterschiedliche Körpermaße oder Fitnesslevel- und -ziele nicht erkennen konnten.

Vor allem für Einsteiger interessant

Die Investition in ein Straffr-Band lohne sich vor allem für Einsteiger, die lernen möchten, wie man mit einem Fitnessband richtig trainiert, so das Warentest-Fazit. Allerdings müssten sie sich viele Übungen mangels guter Erklärungen in den Videos noch selbst erarbeiten.

Quelle: ntv.de, kwe

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