Technik

Flugzeug evakuiert Vermeintlich sicheres Note 7 fängt Feuer

Die Horrorberichte um Samsungs Note 7 hören nicht auf - in den USA soll jetzt auch ein vermeintlich sicheres neues Note 7 Feuer gefangen haben. Ein Flugzeug wurde evakuiert, Menschen kamen nicht zu Schaden. Samsung bemüht sich um Schadensbegrenzung.

Dass beim Marktstart eines neuen Geräts nicht immer alles reibungslos verläuft, ist bekannt und nicht weiter tragisch. Was Samsung aber im Zuge der Veröffentlichung des Galaxy Note 7 erleben musste, kann getrost als PR-Super-Gau bezeichnet werden. Das große und starke Smartphone, das im Vorfeld von Journalisten mit Lob bedacht wurde, geriet nicht wegen seiner guten Leistungen oder der Spitzentechnik in die Schlagzeilen. Stattdessen häuften sich Berichte über Geräte, die Feuer fingen oder sogar explodierten. Offenbar ist diese Geschichte noch nicht zu Ende erzählt: In den USA musste jetzt ein Flugzeug aufgrund eines brennenden Note 7 evakuiert werden, das als sicher galt.

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(Foto: jwa)

Eigentlich schien es, als ob Samsung die Sache unter Kontrolle hätte: Nachdem die Koreaner den Schock verdaut hatten, taten sie das einzig Richtige und stoppten den Verkauf der Smartphones. Bereits ausgelieferte Geräte wurden zurückgerufen, betroffene Kunden bekamen kostenlos ein neues, sicheres Note 7. Das kostete die Koreaner nicht nur viel Geld, auch am Image der Marke kratzen die Vorfälle erheblich. Besonders ärgerlich: Auch mit den neuen Geräten ist nicht alles in Ordnung. Nachdem südkoreanische Kunden sich bereits über Akku-Probleme beschwert hatten, soll jetzt ein neues Note 7 Feuer gefangen haben, berichtet "The Verge".

Grau-grüner bösartiger Rauch

In einem Flugzeug der Southwest Airlines soll aus dem Note 7 des Fluggastes Brian Green plötzlich Rauch gekommen sein, berichtet das Online-Magazin und beruft sich dabei auf Informationen des Fluggastes sowie eines Sprechers von Southwest Airlines. Er habe das Smartphone ausgeschaltet und in die Hosentasche gesteckt, als es zu rauchen anfing - "dicker, grau-grüner bösartiger Rauch" sei aus dem Gerät gekommen, zitiert "The Verge" den Smartphone-Besitzer. Das Flugzeug befand sich noch auf dem Rollfeld und wurde umgehend evakuiert, Menschen kamen nicht zu Schaden.

Das Smartphone habe er am 21. September beim Mobilfunkanbieter AT&T bekommen, es handele sich dabei um eines der von Samsung verteilten Ersatzgeräte mit sicherem Akku, gekennzeichnet durch ein schwarzes Quadrat auf der Verpackung. Zum Zeitpunkt des Unfalls sei der Akku zu 80 Prozent geladen gewesen, er habe sein Handy nur per Wireless Charging drahtlos aufgeladen, erklärte Green The Verge. Das Portal überprüfte die IMEI-Nummer des Geräts auf der von Samsung eigens eingerichteten Website zur Rückrufaktion, und auch dort wurde das Gerät als sicher eingestuft.

Samsung hat sich gegenüber The Verge bislang nur zurückhaltend zu den Vorfällen geäußert. Man könne nicht bestätigen, dass es sich bei dem Vorfall um ein neues Note 7 handele, bis man das Gerät selbst untersucht habe.

Quelle: ntv.de, jwa

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