Technik

Bunte Premiere am 10. September Was macht das iPhone 11 anders?

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Wie sehr die quadratische Kamera-Einheit aus dem iPhone herausragt, zeigt ein Bild von Dummies für Case-Hersteller, das @BenGeskin veröffentlicht hat.

(Foto: @BenGeskin)

Jetzt steht es fest: Apple stellt die neuen iPhones am 10. September vor. Was über die Geräte bereits bekannt ist und womit der Hersteller vielleicht noch überraschen könnte, fasst n-tv.de zusammen.

Nachdem es aufgrund der vorangegangenen Termine schon vermutet wurde, hat Apple jetzt mit seiner Einladung bestätigt, dass die neuen iPhones am 10. September im Hauptquartier in Cupertino vorgestellt werden. Noch länger als das wahrscheinliche Datum des Events ist schon weitgehend bekannt, was die Geräte können, wie sie aussehen und wie sie vermutlich heißen. Und man weiß auch schon, dass erst die 2020er-iPhones 5G-fähig sein werden. Doch vielleicht hat Apple noch eine Überraschung parat, wie immer gibt die Gestaltung der Einladung einen Hinweis auf eine wichtige Veränderung.

Stark verbesserte Kamera

Die sichtbarste und wahrscheinlich wichtigste Neuerung der neuen iPhone-Generation ist eine Triple-Kamera, die sich in einem großen quadratischen Buckel in der linken oberen Ecke der Rückseite befindet. Für welche Objektive sich Apple entschieden hat, ist noch nicht ganz klar. Aber es liegt nahe, dass Apple Standard-Weitwinkel- und Tele-Kamera mit einer Ultraweitwinkel-Kamera ergänzt hat. Außerdem dürfte ein Time-of-Flight-Sensor (ToF) im Quadrat sitzen, der Tiefeninformationen für künstliches Bokeh oder AR-Anwendungen liefert.

Das alles wäre zwar eine deutliche Verbesserung zu den aktuellen Modellen, allerdings holt Apple mit dem Kamera-Setup lediglich nach, was die Android-Konkurrenz schon länger in ihre Smartphones einbaut. Vielleicht stechen die neuen iPhones ihre Rivalen aber mit einer höheren Bildqualität aus, unter anderem mit einem neuen Bildprozessor und einem verbesserten Sensor. "Bloomberg" hat erfahren, dass die Kameras auch gleichzeitig auslösen können, um alle Informationen für bessere Aufnahmen nutzen zu können - unter anderem bei Nachtaufnahmen. Außerdem sollen Fehler per KI automatisch korrigiert werden, und bei Videos soll man Filter und andere Effekte während der Aufnahme anwenden können.

Neue Farben

Ein Redakteur von "Popular Science" spekuliert auf Twitter, dass die auf der Einladung abgebildete Grafik die Anordnung der Linsen in der neuen Hauptkamera zeigt. Wahrscheinlicher ist aber, dass die fünf Schichten des Apfel-Logos die Farben zeigen, in denen die 2019er-iPhones auf den Markt kommen werden. Youtuber Marques Brownlee hat entdeckt, dass sie ziemlich genau den fünf Farben entsprechen, in denen Apple vor zehn Jahren den iMac G3 verkaufte. Vielleicht bleiben die knalligen Farben dem Nachfolger des iPhone XR vorbehalten. Es könnte aber auch sein, dass das Logo oder möglicherweise sogar ein komplettes Gerät in den Regenbogenfarben schillert, mit denen der Apfel früher ausgefüllt war.

Der "günstige" iPhone-XR-Nachfolger wird voraussichtlich mit einer Doppel-Kamera ausgestattet sein, wobei vermutlich die Ultraweitwinkel-Kamera wegfällt. Ein ToF-Sensor dürfte dagegen auch in der neuen XR-Variante untergebracht sein.

Sicher ist, dass die iPhones mit Apples neuem A13-Chip ausgestattet sind, der wohl vor allem wieder im grafischen Bereich neue Geschwindigkeitsrekorde aufstellt. Laut "Bloomberg" hat die CPU einen neuen Ko-Prozessor zur Seite, der ihr besonders rechenintensive Aufgaben abnehmen soll, beispielsweise bei AR-Anwendungen. Und wie jedes Jahr hoffen potenzielle Käufer, dass Apple die Akku-Kapazitäten erhöht hat.

Die Notch bleibt, 3D Touch geht

Von vorne werden die neuen iPhones voraussichtlich weitgehend wie die aktuellen Geräte aussehen. So hat wohl auch das neue Display an der Oberseite eine Aussparung für eine True-Depth-Kamera, die unter anderem eine 3D-Gesichtserkennung ermöglicht. Die "Notch" soll allerdings etwas schmaler ausfallen als beim iPhone XS und die Erkennung soll auch bei extremeren Winkeln funktionieren. Was man den Geräten nicht ansieht: "Bloombergs" Infos zufolge sind die neuen iPhones wasserfester und sturzresistenter als ihre Vorgänger.

Außerdem bestätigen die Quellen des Wirtschaftsmagazins Gerüchte, wonach auch die neuen OLED-Touchscreens des XS-Duos kein 3D Touch mehr haben. Stattdessen "simulieren" die Geräte die Funktion wie beim LCD des aktuellen iPhone XR durch eine haptische Reaktion nach einer längeren Berührung. Das ließ auch schon eine Umstellung beim Löschen und Verschieben von Apps vermuten, die mit iOS 13 kommt.

Schließlich könnte es noch eine Änderung bei der Benennung der Geräte geben. So soll Gerüchten nach die beiden Top-Geräte iPhone 11 Pro und iPhone 11 Pro Max heißen. Der Nachfolger des iPhone XR wäre dann einfach das iPhone 11.

Quelle: n-tv.de