Technik

Steve Ballmer macht's offiziell Windows 8 kommt 2012

Unternehmenschef Steve Ballmer legt sich fest: Im kommenden Jahr erscheint Microsofts neues Computer-Betriebssystem. Von "Windows 8" soll es optimierte Versionen für PCs, Tablet-Computer und andere Gerätetypen geben. Möglicherweise veröffentlicht Microsoft bereits im September eine erste Beta-Version.

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Hat sich Microsoft-Chef Steve Ballmer nur verplappert?

(Foto: REUTERS)

Nachdem bereits Vorabversionen von Windows 8 im Internet kursierten, ist es keine echte Überraschung, dass Steve Ballmer bei einer Entwicklerkonferenz in Japan Microsofts neues Betriebssystem für 2012 angekündigt hat. Niedrigere Microsoft-Ränge hatten es bisher aber vermieden, sich auch nur annähernd auf ein Datum festzulegen. Nicht einmal der Name "Windows 8" durfte bestätigt werden. Doch der Chef scheint überzeugt zu sein, dass bei der Entwicklung des Betriebssystems wie beim Vorgänger alles glattläuft.

"Wir arbeiten wirklich sehr intensiv an der nächsten Windows-Version", sagte Ballmer in Tokio. Windows 7 sei mit rund 350 Millionen verkauften Einheiten bis Ende 2011 ein großer Erfolg. Das System habe unter anderem eine völlig neue Benutzeroberfläche, Touch-Bedienung und Sprachsteuerung gebracht. "Und jetzt bereiten wir uns auf die neue Windows-Generation vor, die im kommenden Jahr erscheinen wird. Sie wird viele neue Funktionen bringen", kündigte Ballmer an. Was genau diese neuen Funktionen sein sollen, verriet Ballmer nicht. Im Laufe des Jahres werde man aber noch viel von Windows 8 hören. "Über Windows-8-Slates, -Tablets, PCs und andere Gerätetypen."

Intel ist sauer

Experten horchten vor allem auf, weil der Microsoft-Chef zwischen Slates und Tablet-Rechnern unterscheidet. Vermutlich geht es dabei um die Chip-Architektur. Slates könnten demnach Geräte mit x86-Prozessoren von Microsofts bisherigen Exklusiv-Partner Intel sein. Der Begriff "Tablet" wäre dann Computern mit Chips des britischen Herstellers ARM vorbehalten. Dass Microsoft Windows auf die für mobile Geräte optimierten ARM-Systeme portieren möchte, ist spätestens seit der Elektronikmesse CES Anfang Januar bekannt.

Ein Microsofts-Pressesprecher hat "ZDnet" zwar mitgeteilt, Ballmers Rede sei nicht wörtlich zu nehmen und Microsoft habe sich weder auf einen Termin noch einen Namen festgelegt. Tatsächlich zweifeln aber zumindest am Zeitplan nur wenige Experten. Da die jüngste geleakte Windows-8-Version der sogenannte Milestone 3 war, deutet alles auch auf eine erste Testversion im Herbst hin. Denn gewöhnlich folgt auf den Milestone 3 die erste Beta.

Vielleicht erfährt man am 31. Mai mehr. Denn dann wird Microsofts Windows-Chef Steven Sinofsky an der Konferenz "D: All Things Digital" teilnehmen. Sinofski muss dann sicher nicht nur Fragen zu Erscheinungstermin und Namen seines neuen Betriebssystems beantworten. Interessant werden auch seine Aussagen sein, inwiefern Windows-ARM-Systeme kompatibel mit älteren Windows-Programmen sind. Intels Software-Chefin Renée James hat nämlich behauptet, dass ARM-Programme nicht rückwärtskompatibel seien. Ein Microsoft-Sprecher hat die Aussage bisher nur sehr vage dementiert. Intels Stellungnahme seien ungenau und irreführend, sagte er. Warum, ließ er offen.

Quelle: ntv.de, kwe

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