Technik

Stärker als Playstation 4 Pro Xbox Scorpio wird ein 4K-Biest

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Starkes Innenleben, geheimes Äußeres: Die Xbox Scorpio ist Microsofts Konsolen-Biest.

(Foto: Microsoft)

Microsofts Xbox Scorpio spielt schon mit den Muskeln. Aussehen und Preis sind zwar noch geheim, doch die Hardware-Ausstattung ist jetzt bekannt. Sicher ist: Die 4K-Konsole wird ein Leistungs-Monster.

Wer hat die stärkste Spielkonsole der Welt? Nachdem Sonys Playstation 4 Pro im vergangenen Herbst noch nach der Krone griff und die Japaner ihr Gerät selbstbewusst zur "leistungsstärksten Spielkonsole der Welt" erklärten, legt Microsoft in diesem Jahr mächtig nach: Die "Xbox Scorpio" ist ein feuchter Traum für Gamer, die neu auslotet, was mit einer Konsole möglich ist. Heute wurden Details zur Scorpio verraten.

Keine offizielle Vorstellung

Zu einer offiziellen Vorstellung durch Microsoft selbst reichte es noch nicht - möglicherweise will der Hersteller erst noch abwarten, bis der Verkaufsstart näher rückt. Die Details zur Konsole, darunter technische Daten, durfte stattdessen das Hardware-Portal "Digital Foundry" (DF) auf der Website "Eurogamer.net" verraten. Und dort werden keine kleinen Brötchen gebacken: "Konsolen-Hardware auf dem nächsten Level", titelt ein Analyse-Stück vom Digital-Foundry-Autor Richard Leadbetter, der bei einem exklusiven Besuch Microsofts neues Schätzchen in Augenschein nehmen konnte.

Die Technik in der noch namenlosen Konsole - "Scorpio" ist nur der Projektname - ist mächtig, Experten sehen sie nah am PC-Niveau: Die acht x86-Kerne des Prozessors takten mit je 2,3 GHz, damit ist Scorpio laut einer Zusammenfassung von DF-Autor Oli Welsh 30 Prozent schneller als die Xbox One. Die Grafikkarte mit eigener Kühlung hat 40 Einheiten mit einer Taktrate von je 1172 Megahertz - das macht sie 4,6 mal stärker als ihr Gegenstück in der Xbox One, erklärt Welsh.

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Dazu kommen 12 Gigabyte extrem schneller GDDR5-Arbeitsspeicher mit einer Speicherbandbreite von 326 Gigabyte pro Sekunde. Im Gehäuse steckt zudem eine schnelle 2,5-Zoll-Festplatte mit 1 Terabyte Kapazität und ein UHD-Blu-ray-Laufwerk.

"Ein Biest"

Was das in der Praxis bedeutet, erklärt Welsh in knackigen Worten: Der Prozessor sei eine behutsame Weiterentwicklung der CPU in der Xbox One - Microsoft habe hier wohl auch darauf achten müssen, dass die Xbox-One-Spiele mit Scorpio kompatibel bleiben. Aber die Grafikkarte "ist ein Biest. Sie ist sehr, sehr schnell."

Zumindest auf dem Papier hat Scorpio im Vergleich zu Sonys PS4 Pro, dem stärkeren Ableger der PS4, die Nase vorn, ist sich Welsh sicher. Die Konsole habe das Potenzial, Xbox-One-Spiele in 4K-Auflösung bei einer Framerate von 60 Bildern pro Sekunde wiederzugeben, ohne ins Schwitzen zu geraten. Auch könne sie, so Welsh, jedes Xbox-One-Spiel mit höchster Bildrate, maximaler Auflösung, schöneren Texturen und schnelleren Ladezeiten wiedergeben. Ähnlich wie bei der PS4 wird es zudem für manche Spiele ein Upgrade geben, sogenannte Patches für die leistungsfähigere Konsole. Und auch auf Fernsehern, die kein 4K darstellen können, werde die Scorpio durch cleveres Herunterrechnen der Auflösung ("Supersampling") für ein schöneres Bild sorgen.

Warten aufs Monster

Ein Monsterpaket also, das wie Sonys PS4 Pro den bestehenden Standard um ein Level anhebt. Aber: Scorpio erblickt bis auf weiteres noch nicht das Licht der Öffentlichkeit. So ausführlich die DF-Autoren auf die Technik eingehen, so bedeckt halten sie sich sonst. Wie die Konsole aussieht, wie sie heißen wird, wann sie in den Verkauf geht und was sie kostet - das verrät Digital Foundry nicht.

Der Formfaktor werde eine "angenehme Überraschung" sein, orakelt Oli Welsh. Die Konsole sei "schön konstruiert". Beim Preis geht Welsh von rund 500 US-Dollar aus, das wären 100 Dollar mehr als für die PS4 Pro und genau so viel, wie auch die Xbox One zur Einführung kostete. Die Veröffentlichung liegt laut Leadbetter rund sechs bis sieben Monate in der Zukunft, im Rahmen der Spielemesse E3 wird Microsoft die Konsole wohl vorstellen.

Quelle: n-tv.de, jwa

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