Technik
Das ZTE Blade V9 hat eine Doppel-Kamera auf der gläsernen Rückseite.
Das ZTE Blade V9 hat eine Doppel-Kamera auf der gläsernen Rückseite.(Foto: kwe)
Sonntag, 25. Februar 2018

Günstig, aber gut ausgestattet: ZTE Blade V9 könnte Preis-Hit werden

Von Klaus Wedekind, Barcelona

Es muss nicht immer ein sündhaft teures Top-Smartphone sein? Dann lohnt sich ein Blick auf das eben in Barcelona vorgestellte ZTE Blade V9. Das Gerät hat ein modernes Design und ist gut ausgestattet, kostet aber nicht viel.

Die großen Stars in Barcelona sind das Galaxy-S9-Duo und andere Smartphone-Flaggschiffe, die demnächst vom Stapel laufen. Diese Geräte sind allerdings ziemlich teuer und daher nicht unbedingt nach dem Geschmack von Otto-Normal-Nutzer, der gerne möglichst gute Handys zu einem möglichst kleinen Preis kauft. Aber auch für diesen wachsenden Kundenkreis gibt es beim MWC in Barcelona einige interessante Neuheiten. Unter anderem hat das ZTE Blade V9 das Zeug dazu, ein Preis-Leistungs-Hit zu werden.

Scharfes Display, Klinkenbuchse vorhanden

Unterschied zu Top-Geräten: Das 18:9-Display hat oben und unten noch relativ breite Ränder.
Unterschied zu Top-Geräten: Das 18:9-Display hat oben und unten noch relativ breite Ränder.(Foto: kwe)

Das Smartphone hat einen 5,7 Zoll großen Bildschirm im angesagten 18:9-Format, das in diesem Jahr nicht nur bei den Top-Geräten, sondern auch bei Mittelklasse-Smartphones ein Muss ist, wenn sie auf dem Markt ein Wörtchen mitreden möchten. Mit 2160 x 1080 Pixeln (FHD+) ist das Display sehr scharf, die Pixeldichte beträgt stolze 429 ppi. Der erste Eindruck ist vielversprechend, der Bildschirm scheint sehr hell zu sein, kräftige Kontraste zu liefern und bei stabilen Blickwinkeln eine gute Farbwiedergabe zu haben.

Auch beim Design gehen die Chinesen mit der Zeit: Das ZTE Blade V9 hat eine gläserne Rückseite mit Fingerabdrucksensor überm Logo und einen Rahmen aus Aluminium. Das sieht durchaus ansprechend aus und weil es nicht ganz so rund geraten ist wie andere aktuelle Smartphones, liegt es ziemlich sicher in der Hand. Insgesamt wirkt das Gerät sehr hochwertig. Weniger zeitgemäß, aber günstiger ist der Micro-USB-Eingang, für den sich ZTE anstelle eines modernen USB-C-Anschlusses entschieden hat. Altmodisch, aber bei vielen Nutzern noch hochwillkommen ist eine Klinkenbuchse auf der Oberseite.

Doppel-Kamera, ausreichend Leistung

Und auch bei der Kamera liegen die Chinesen voll im Trend: Das Blade V9 hat auf der Rückseite eine leicht hervorstehende Doppel-Kamera. Auf dem Papier macht sie einen guten Eindruck, die Hauptkamera macht Aufnahmen mit 16 Megapixeln bei einer lichtstarken Blende F/1.8. Die zweite Knipse löst mit 5 Megapixeln auf und dient zur Unterstützung, beispielsweise um bei Porträtaufnahmen ein Bokeh zu erzeugen. Wie gut Fotos und Videos des Blade V9 tatsächlich sind, wird sich erst im Test zeigen. Die Frontkamera liefert Bilder mit 8 Megapixeln.

Im Inneren sitzt Qualcomms neuer Mittelklasse-Prozessor Snapdragon 450. Leistungsdefizite dürfte es damit nicht geben, auch wenn der Chip kein Benchmark-Monster ist. Dazu gibt es wahlweise 2 Gigabyte (GB) Arbeitsspeicher (RAM) und 16 GB internen Speicher (ROM) oder die empfehlenswertere Kombination 3 GB/32 GB beim etwas kleineren, aber gleich ausgestatteten Blade V9 Vita. Die Top-Version des Blade V9 hat 4/64 GB. Die Kapazität des Akkus beträgt 3200 Milliamperestunden, was gute Laufzeiten verspricht, da der Snapdragon auch recht ressourcenschonend zur Sache geht. Das Betriebssystem ist Android 8.1.

Der Preis für das ZTE Blade V9 liegt bei 269 €, das ZTE Blade V9 Vita mit 3GB RAM und 32 GB ROM kostet mit 279 Euro nur zehn Euro mehr - ein Aufpreis, der sich sicher lohnt. Den Preis für das Top-Modell hat ZTE noch nicht verraten. In den Verkauf gehen die Geräte ab dem 1. März, wer innerhalb eines Monats zuschlägt, bekommt 50 Euro Rabatt - wer noch etwas wartet, bekommt beide Geräte bald aber sicher auch schon für 50 Euro unterm Neupreis.

Quelle: n-tv.de